AfD-Polizist beschimpft Merkel als „wahnsinnig“

Ein AfD-Landespolitiker und Polizist sorgt mit seinen Aussagen für Ärger. (Bild: Getty Images)

Darf ein Gesetzeshüter die Regierungschefin beleidigen? Ein Polizeibeamter aus Nordrhein-Westfalen sorgt derzeit mit heftigen Ausfällen gegen führende Bundespolitiker für Schlagzeilen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete der AfD-Politiker als „kriminell und wahnsinnig“. Nun wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Dietmar Gedig holte auf der Delegiertenversammlung des AfD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zum Rundumschlag aus. „Diese Kanzlerin ist kriminell und wahnsinnig“, zitierte der Bonner „General-Anzeiger“ den 31-jährigen Kriminalkommissar aus Solingen, der bei der nächsten Landtagswahl antreten will. Die Worte fielen laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Zusammenhang mit Merkels Flüchtlingspolitik.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gehöre „weggesperrt“ und sein Dienstherr, Innenminister Ralf Jäger (SPD), habe „völlig versagt“, sagte Gedig den Berichten zufolge außerdem. Sogar seine eigenen Kollegen griff das Mitglied der „Jungen Alternative für Deutschland“ an. Polizei-Hundertschaften seien „politisch gesteuert“.

Gegen Dietmar Gedig läuft nun ein Disziplinarverfahren. (Bild: Facebook/Dietmar Gedig)

Für den Solinger Kriminalkommissar könnten die Äußerungen gravierende Konsequenzen haben. Seine Dienstherrin, die Wuppertaler Polizeipräsidentin, ließ ein Disziplinarverfahren gegen ihn einleiten. Dabei geht es nicht nur darum, ob Gedigs Aussagen einen disziplinarrechtlichen Verstoß beinhalten, sagte Behördensprecher Detlev Brüter dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Es würden „auch strafrechtliche Tatbestände“, wie beispielsweise der der Beleidigung, geprüft.