Die AfD sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden – endlich

Sebastian Christ
Beatrix von Storch (links) und Alice Weidel machen im Bundestag ein Selfie
Beatrix von Storch (links) und Alice Weidel machen im Bundestag ein Selfie

Auf ihre ganz eigene Weise ist AfD-Fraktionschefin Alice Weidel eine sehr effektvolle Rednerin.

Wenn sie im Bundestag spricht, dann wirkt sie wie eine besonders bösartige Version von Fräulein Rottenmeier. Mit jeder Silbe macht sie klar, dass es ihr nicht darum geht, gemocht zu werden. Ihre Stimme läuft stets von ob nach unten durch, als wolle Weidel klanglich den Blick nachbilden, den sie auf die so genannten “Altparteien“ hat.

Lügen und Verschwörungstheorien

In ihren Redetexten ist sie nicht weniger herablassend. Weidel unterstellte vergangene Woche während der Haushaltsdebatte der Bundesregierung etwa, das “Volk“ durch Tricksereien zu betrügen.

Und dann sind da noch die vermeintlichen Tabubrüche. In der gleichen Rede sprach sie in Bezug auf die demografische Situation des Landes von der “Auffettung der Einwohnerzahl durch zugewanderte Straftäter“, die von der Bundesregierung betrieben werde.

Wenig später erregte sie sich über “Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner“, die das Wirtschaftswachstum und den Sozialstaat nicht sichern helfen würden.

Das sind keine rhetorischen Spitzen, sondern in Stammtischweisheiten gehüllte Lügen und Verschwörungstheorien. Weidel sagt so etwas, weil sie diesen Staat und seine Grundprinzipien verachtet.

Fast täglich eine neue Grenzverletzung

Es spricht viel dafür, dass Weidels Art zu reden mit der Art und Weise korrespondiert, wie führende AfD-Politiker über die Institutionen in Deutschland denken. Nämlich mit einer gehörigen Portion Ekel, die sich manchmal in gut hörbaren Zynismus und...

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