Afghanische Sicherheitsbehörden vereiteln offenbar Anschlag auf US-Diplomaten

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Afghanische Sicherheitskräfte in Herat

Die afghanischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen Anschlag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf den ranghohen US-Diplomaten Ross Wilson vereitelt. Geheimdienst-Mitarbeiter hätten in der ostafghanischen Provinz Nangarhar vier Mitglieder einer IS-Zelle festgenommen, teilte die Nationale Sicherheitsdirektion am Dienstag in Kabul mit. Die vier Extremisten hatten demnach auch Mordanschläge auf ranghohe afghanische Regierungsvertreter geplant. Die US-Botschaft äußerte sich zunächst nicht.

Der Geschäftsträger der US-Botschaft in Kabul, Ross, hatte eine Serie an Mordanschlägen auf prominente afghanische Politiker, Journalisten und Aktivisten der vergangenen Monate scharf verurteilt. Die USA beschuldigen den IS, hinter den gezielten Tötungen zu stecken. Trotz der derzeitigen Friedensgespräche zwischen der Regierung in Kabul und den radikalislamischen Taliban ebbt die Gewalt in Afghanistan nicht ab.

isd/cp