Von Afghanistan in den Hort - Ungewöhnliche Karriere: Vom Ex-Soldaten zum Erzieher

Bettina Funk

Was kommt nach der Bundeswehr-Laufbahn? Für Andreas Parthum war klar: Er will in einem Kindergarten arbeiten. Die Geschichte einer ungewöhnlichen zweiten Karriere.

München - Für die Bundeswehr war er in Afghanistan im Einsatz, jetzt leitet Andreas Parthum einen Hort und kommissarisch auch einen Kindergarten im Hasenbergl. "Das Schönste ist, die Kinder jeden Tag lachen zu sehen, gleichzeitig ihr Berater und ihr Freund zu sein und ihre Weiterentwicklung zu begleiten", sagt der 38-Jährige.

Als die 45 Hortkinder am Mittag aus der Grundschule in den Hort kommen, wird erst einmal draußen in der Sonne getobt: Beim Fußballspielen verfolgen sie den Erzieher in einer wilden Horde, dann kraxelt er mit ein paar der Jungen auf einem Klettergerüst herum.

Da kommt der ehemalige Soldat ganz schön außer Puste. Aber es geht auch ruhiger: Vor dem Mittagessen baut der Erzieher mit einigen Kindern einen Turm aus Legosteinen. Und auch die Hausaufgabenbetreuung gehört zu Pathums täglichen Aufgaben.

"Es gibt Parallelen zwischen den beiden Berufen", sagt Parthum

Im November 1998 fing der gebürtige Chemnitzer seine Bundeswehrlaufbahn bei der Luftlandebrigade 26 im Saarland an. 2006 beendete er sie als Stabsunteroffizier. 1999 war Parthum als Fallschirmjäger im Kosovo stationiert, 2001 in Mazedonien und 2002 war er für sechs Monate in Afghanistan im Einsatz.

"Als Soldat habe ich mich dazu verpflichtet und ich wusste vorher, dass ich in Ausland komme. Es war also nicht Neues für mich", erzählt er. Trotzdem seien Auslandseinsätze "natürlich etwas ganz Spezielles." Gemeinsam mit Freunden, Kameraden und der Familie habe der Soldat dann überlegt, wie die Zeit nach der Bundeswehr aussehen sollte.
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