Afghanistan: Schwierige Rettung nach Beben mit 1.000 Toten

Nach dem Erdbeben mit 1.000 Toten in Afghanistan dauern die Such- und Rettungsarbeiten an. Doch die gestalten sich in dem bergigen Terrain der afghanisch-pakistanischen Grenzregion schwierig. Über Nacht hat starker Regen die Not der Überlebenden noch verschlimmert.

Bei dem Beben der Stärke 6,1 waren am frühen Mittwochmorgen mindestens 1.000 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 1.500 wurden verletzt. Es war die tödlichste Erschütterung in Afghanistan seit zwei Jahrzehnten. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen wird.

Erbebenopfer Dalil Khan sagt gegenüber Reportern: "Etwa 2.000 bis 2.500 Gebäude wurden vollständig zerstört und viele Menschen verletzt. Die Häuser sind alle kaputt und wir brauchen jetzt Zelte und andere notwendigen Dinge."

Hilfe in das Gebiet zu bringen, ist nicht einfach. Die Straßen, die im besten Fall zerfurcht und schwer befahrbar sind, wurden bei dem Beben schwer beschädigt.

Eine der Rettungsorganisationen vor Ort ist der Norwegische Flüchtlingsrat. Sein Direktor für die Region Afghanistan, Neil Turner, dass bereits einige medizinische Hilfsgüter bereitgestellt werden konnten. "Der Norwegische Flüchtlingsrat bewertet heute die Lage in der Provinz Khost und morgen werden wir uns gemeinsam mit anderen Organisationen die Situation in Paktika ansehen."

Afghanistan steckt mitten in einer humanitären und wirtschaftlichen Krise. In einer seltenen Aktion haben die regierenden Taliban die internationale Gemeinschaft um rasche Hilfe gebeten. Mehr als 60 % der 38 Millionen Einwohner Afghanistans sind auf internationale Hilfe angewiesen, um zu überleben.

***

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.