Afroamerikaner sterben im Schnitt vier Jahre früher als weiße US-Bürger

Die Lebenserwartung von Afroamerikanern ist nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Durchschnitt vier Jahre niedriger als die von weißen US-Bürgern. Zwar sei die Kluft bei der Lebenserwartung in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, teilten die Gesundheitsbehörde CDC am Dienstag mit. Dennoch gebe es nach wie vor einen "beunruhigenden" Trend, dass insbesondere jüngere schwarze Männer weitaus früher als Weiße stürben. 2014 lag die Lebenserwartung von Afroamerikanern demnach bei 75,6 Jahren, die von Weißen bei 79 Jahren.

Schwarze zwischen 20 und 40 Jahren litten an Erkrankungen, die bei Weißen üblicherweise erst im höheren Alter aufträtenn, teilten die CDC-Forscher mit. Dazu zählten Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes. Bei Afroamerikanern zwischen 35 und 64 Jahren sei das Risiko für Bluthochdruck um 50 Prozent höher als bei Weißen. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, deutlich größer.

Auch Gewalt als Todesursache trägt zu den Unterschieden bei. Schwarze zwischen 18 und 24 Jahren haben dem CDC-Bericht zufolge ein neunmal höheres Risiko, an einem Gewaltverbrechen zu sterben als Weiße.

Als Ursachen für die Unterschiede in der Lebenserwartung benennt der CDC-Bericht unter anderem eine höhere Armutsquote, niedrigere Bildungsabschlüsse und einen kleinere Zahl von Immobilienbesitzern bei Schwarzen als bei Weißen. Diese "Risikofaktoren" könnten den Zugang von Schwarzen zu Präventions- und Behandlungsangeboten von Krankheiten einschränken, heißt es in dem Bericht.

Verbesserungen gab es demnach in den vergangenen Jahren bei der Gesundheitsversorgung älterer Afroamerikaner. Im Jahr 2000 hatte die Lebenserwartung von schwarzen US-Bürgern noch bei 71,8 Jahren gelegen, von Weißen bei 77,3 Jahren.

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