Afroamerikanischer Regisseur Melvin Van Peebles mit 89 Jahren gestorben

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Melvin Van Peebles im Jahr 2012 (AFP/Charly TRIBALLEAU)

Der afroamerikanische Schriftsteller und Regisseur Melvin Van Peebles, der Generationen von schwarzen Filmemachern inspiriert hat, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Mit ihm sei "ein Riese des amerikanischen Kinos" gestorben, erklärte sein Sohn, der Schauspieler Mario Van Peebles, am Mittwoch. Der Filmemacher starb demnach im Kreise seiner Familie.

Van Peebles war mit seinem Film "Sweet Sweetbacks Lied" von 1971 ein Pionier des von Afroamerikanern geprägten Filmgenres "Blaxploitation". In dem Low-Budget-Film geht es um einen Schwarzen, der zwei rassistische Polizisten tötet, nachdem diese ein Mitglied der Black Panther Party verprügelt haben.

Van Peebles schrieb das Drehbuch, führte Regie, übernahm die Hauptrolle und finanzierte den Film, mit dem er jüngere afroamerikanische Filmemacher wie Spike Lee und Barry Jenkins prägte. Nur dank Mund-zu-Mund-Propaganda kam der Thriller in die Kinos. Letztlich spielte er rund zehn Millionen Dollar ein und war damit laut Branchenblatt "Hollywood Reporter" damals der kommerziell erfolgreichste Independent-Film.

yb/ck

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