Ahmadinedschad verwirrt mit Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur

Der frühere iranische Staatschef (2005 – 2013) Mahmud Ahmadinedschad hat überraschend seine Kandidatur für die Präsidentenwahl am 19. Mai eingereicht. Zusammen mit seinem langjährigen Stellvertreter Hamid Baghaei ließ sich Ahmadinedschad im Innenministerium in Teheran offiziell registrieren.

Hardliner Ahmadinedschad ist im In- und Ausland umstritten. Er hatte das iranische Atomprogramm aufgebaut und zur Zerstörung Israels aufgerufen. Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hatte ihm im vergangenen September von einer Kandidatur abgeraten, und Ahmadinedschad verzichtete zunächst.

Zur Begründung für seine Rückkehr ins politische Rampenlicht hatte der 60-Jährige in der vergangenen Woche erklärt, er werde Baghaei im Kampf um die Präsidentschaft gegen Amtsinhaber Hassan Ruhani unterstützen. Warum Ahmadinedschad plötzlich selbst teilnehmen will, blieb zunächst unklar.

Nach dem viertägigen Registrierungsprozess wird ein Kontrollgremium prüfen, welche der Kandidaten die notwendigen Voraussetzungen und ideologischen Kriterien erfüllen.

Präsidentenwahl: Ex-Präsident Ahmadinedschad kandidiert nun doch im Iran https://t.co/aHll7AAmVE pic.twitter.com/MzCrVLwK2a— Berliner Morgenpost (@morgenpost) 12. April 2017

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