Airberlin-Notlandung in Phuket angeblich dramatisch

"Spiegel": Triebwerk brannte / Airline dementiert

Die Notlandung eines Flugzeugs von Airberlin auf der thailändischen Insel Phuket ist einem Bericht zufolge dramatischer verlaufen als bislang bekannt. Unter Berufung auf Berichte von Flugsicherheitsexperten berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel", bei dem Triebwerksschaden habe es sich um einen unkontrollierten Triebwerksausfall gehandelt. Ursache könnten ein Feuer oder eine Explosion gewesen sein. Ein Triebwerksschaden dieser Art sei äußerst selten und komme nur etwa einmal pro zehn Millionen Flüge vor.

Dem Bericht zufolge wurden an Bord der Maschine mit 249 Passagieren zwei von drei Hydraulikkreisläufen beschädigt. Das austretende Hydrauliköl habe sich entzündet, der Flugcomputer habe daraufhin automatisch in einen Modus gestellt, in dem der Pilot die Airbus A330 ohne Computerhilfe steuern musste.

Bei der Landung habe das Anti-Blockier-System nicht funktioniert. Dem Bericht zufolge platzten drei Reifen. Sie hätten angefangen zu brennen und von der Flughafenfeuerwehr gelöscht werden müssen, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf die Flugsicherheits-Website avherald.com.

Airberlin erklärte, die Schilderungen des "Spiegel" fußten auf nicht bestätigten Angaben nicht bekannter Quellen. Ein Triebwerksbrand könne nicht bestätigt werden. Die Klärung der Ursache des Vorfalls vom 20. Dezember habe für die Fluggesellschaft höchste Priorität und Airberlin arbeite mit den Behörden und Herstellern eng zusammen. Die Untersuchungen liefen noch. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) werte derzeit aus, ob eine Untersuchung des Zwischenfalls eingeleitet werde.

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