Airberlin streicht 900 Stellen bis Ende 2014

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft will sparen

Die verlustbringende Fluggesellschaft Airberlin treibt ihren Sparkurs voran und streicht bis Ende 2014 rund 900 Stellen. Auch betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen, teilte Deutschlands zweitgrößte Airline in Berlin mit. Der Job-Abbau ist Teil des im November angekündigten Sparprogramms "Turbine", mit dessen Hilfe Airberlin ab diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben will.

Bis Ende 2014 will Airberlin 400 Millionen Euro einsparen. Dabei helfen sollen nach Unternehmensangaben auch eine Verkleinerung der Flotte von derzeit 158 auf 142 Flugzeuge sowie eine "Verschlankung" von Verwaltung und Arbeitsprozessen. "Ziel ist, Airberlin durch einen effizienten Betrieb, höhere Kosteneffizienz und ein attraktives, intelligentes Produktangebot profitabel und somit nachhaltig zukunftsfähig zu machen", erklärte der Konzern.

Airberlin beschäftigt derzeit 9300 Menschen. Damit ist fast jeder zehnte Mitarbeiter von den bevorstehenden Stellenstreichungen betroffen. Mit den Personalvertretungen seien bereits Gespräche zu den Kürzungen eingeleitet worden, teilte Airberlin mit. Diese Gespräche hätten für das Management "höchste Priorität".

Das Sparprogramm "Turbine" hat der ehemalige Airline-Chef Hartmut Mehdorn im November auf den Weg gebracht, um nach eigenen Worten "nach weiteren Potenzialen für Kosteneinsparungen" zu suchen. Umsetzen muss es nun sein Nachfolger Wolfgang Prock-Schauer, der vor einer Woche den Chefposten bei Deutschlands zweitgrößter Airline übernommen hatte.

Airberlin steht unter erheblichem finanziellen Druck. Die Fluggesellschaft hatte die Geschäftsjahre seit 2008 stets mit einem Verlust abgeschlossen.

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