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AKTIE IM FOKUS: Tesla schwach - Negative vs. positive Nachrichten

NEW YORK (dpa-AFX) -Die Tesla-Aktie US88160R1014 hat am Freitag ihre Auftaktgewinne rasch abgegeben. Etwas unter der 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend ging es abwärts mit zuletzt 2,5 Prozent auf 167,80 Dollar. Damit testet sie nun die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend beschreibt. Das Papier steht seit einiger Zeit wieder unter Druck, nachdem es sich zu Jahresbeginn etwas von den heftigen Verlusten im vergangenen Jahr erholt hatte.

Nach einem Anstieg von rund 100 Dollar zu Beginn des Jahres zog die Aktie wieder bis auf fast 220 Dollar Mitte Februar an. Seitdem bröckelt der Kurs wieder etwas. 2022 hatte das Papier fast zwei Drittel seines Werts verloren, sodass es derzeit meilenweit vom Rekordhoch von knapp 415 Dollar entfernt ist.

Trotz des Absturzes an der Börse ist das Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer halben Billion Dollar immer noch der mit Abstand wertvollste Autohersteller der Welt. Zum Vergleich: Volkswagen DE0007664039 kommt gerade mal auf umgerechnet rund 75 Milliarden Dollar.

Anleger müssen am Freitag bei Tesla positive wie negative Nachrichten gewichten. So hatte der Elektroautobauer zum dritten Mal in diesem Monat die Preise erhöht. Nicht gut kam jedoch die Nachricht an über einen Rückruf von 1,1 Millionen Fahrzeugen in China wegen defekter Bremsen an.

Derweil steht Tesla-Firmenchef Elon Musk auch noch mit Nachrichten vom Kurznachrichtendienst Twitter im Fokus, den er ja ebenfalls anführt. Er legt den Chefposten bei Twitter nach einem chaotischen halben Jahr in die Hand einer Werbe-Expertin.

Er heiße Linda Yaccarino als Vorstandsvorsitzende willkommen, verkündete Musk am Freitag per Tweet und bestätigte damit US-Medienberichte. Die neue Geschäftsführerin des Kurznachrichtendienstes leitete zuletzt das Anzeigengeschäft beim Medienriesen NBCUniversal.

Mit Yaccarino bei Twitter verbinde der Markt wohl die Hoffnung, dass Musk weniger von Twitter abgelenkt werde und sich wieder stärker auf Tesla fokussieren könne, schrieb Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Dies hätten die Anleger wohl anfangs stärker gewichtet als die Meldung über den Rückruf.