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Aktien Asien/Pazifik: Zögerliche Entwicklung - chinesische Börsen geben nach

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) -Die größeren asiatischen Börsen sind am Freitag den Vorgaben der Wall Street nur bedingt gefolgt. Die Gewinne verblieben durchweg im Nachkommabereich, einige Finanzmärkte notierten sogar im Minus. Auf Wochensicht lagen die Börsen der Region Asien-Pazifik unterdessen leicht im Plus.

Die Märkte profitierten zwar weiterhin von der Hoffnung auf ein baldiges Ende des US-Schuldenstreits, doch bremsten andere Einflüsse. So zeugten die japanischen Verbraucherpreise von anhaltendem Inflationsdruck. Sowohl die unbereinigten Daten als auch die Kernrate seien im April deutlich über dem Notenbank-Ziel von zwei Prozent geblieben, betonten die Marktstrategen der Deutschen Bank. Damit seien Spekulationen über Änderungen der lockeren Geldpolitik wieder stärker worden. Der Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002XC0009692440 setzte mit 0,77 Prozent auf 30 808,35 Punkten zwar seine Aufwärtsbewegung fort, allerdings nur gebremst. Auch in Australien hielt sich die Aufwärtsdynamik in Grenze. Der Leitindex S&P ASX 200 XC0006013624 zog um 0,59 Prozent auf 7279,50 Punkte an.

Die chinesischen Finanzmärkte verzeichneten unterdessen leichte Abgaben. Sie setzten damit ihre Phase relativer Schwäche fort. Konjunkturdaten hatten wiederholt die verhaltene Erholung der Wirtschaft des Landes von den Folgen der Corona-Lockdowns gezeigt. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungsregion Hongkong verlor im späten Handel 1,1 Prozent auf 19 515,22 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank begründeten die Abgaben auch mit den enttäuschenden Zahlen von Alibaba. Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den 300 wichtigsten Werten der Börsen in Shenzen und Shanghai verlor 0,16 Prozent auf 3949,57 Punkte.