Aktion läuft bis 27. Juli, 13 Uhr - Toskana spendiert Auswanderern bis zu 30.000 Euro Zuschuss für den Hauskauf

Im malerischen Bergdorf Torniella wohnen nur 294 Menschen<span class="copyright">Getty Images/Westend61</span>
Im malerischen Bergdorf Torniella wohnen nur 294 MenschenGetty Images/Westend61

Eine Aktion in der Toskana bringt den Traum vom italienischen Altersdomizil in Reichweite. Hauskäufern winken bis zu 30.000 Euro Zuschuss.

Italien kämpft mit einer Bevölkerungskrise in ländlichen Städten und Dörfern. Als Gegenmaßnahme hat die Region Toskana ein Programm ins Leben gerufen, das Auswanderern attraktive Anreize für den Umzug in solche Gebiete bietet. Euronews macht auf die Aktion aufmerksam. Unter dem Namen „Wohnen in den Bergen 2024“ werden Zuschüsse von 10.000 bis zu 30.000 Euro an Personen vergeben, die in sogenannte Berggemeinden umziehen.

119 Ortschaften in der Toskana zur Auswahl

Als Berggemeinde definiert die Lokalregierung laut Euronews Siedlungen in Höhenlage mit weniger als 5000 Einwohnern. Deren Bewohner ziehen vermehrt wegen besserer Arbeitsmöglichkeiten in die Städte, was zur Folge hat, dass verlassene Häuser und eine stagnierende Wirtschaft zurückbleiben. In der Toskana erfüllen 119 Orte diese Bedingungen.

Jedoch sind die Zuschüsse an bestimmte Bedingungen geknüpft. Der finanzielle Zuschuss darf beispielsweise nicht mehr als 50 Prozent der Kosten für den Kauf und die Renovierung der Immobilie betragen. Zudem müssen die Antragsteller entweder italienische Staatsbürger oder Bürger eines anderen EU-Staates sein und dürfen nicht bereits in einem Bergdorf wohnen.

Alle Anträge können über das Online-Formular auf der Website der Region Toskana eingereicht werden. Der letzte Termin zur Antragsstellung ist der 27. Juli 2024 (13:00 Uhr MEZ).

Auf Sizilien stehen Häuser für einen Euro zum Verkauf

Die Insel Sizilien hat ähnliche Probleme und will dem Verfall kulturell wertvoller Altbauten mit einem interessanten Angebot entgegenwirken. Dort kommen leerstehende Häuser für den symbolischen Preis von einem Euro unter den Hammer. Doch das vermeintliche Schnäppchen hat seine Tücken.

Denn die Gebäude sind oft in einem mangelhaften Zustand. Ein britischer Geschäftsmann teilte Erfahrungen bei der Sanierung in den sozialen Medien. Er berichtet vom schlechten Zustand seiner Immobilie und gierigen Handwerkern.

Trotz fehlender Erfahrung entschloss er sich deshalb, den Großteil der Arbeiten selbst auszuführen. Entgegen aller Widrigkeiten sei er „glücklicher denn je“, wenn er seinen Morgenkaffee auf der frisch renovierten Terrasse mit Meerblick genießt.