Aktivisten: 39 Kämpfer bei schweren Gefechten in syrischer Provinz Idlib getötet

Zerstörungen in der Provinz Idlib

Bei heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Dschihadisten- und Rebellengruppen in der syrischen Provinz Idlib sind in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben von Aktivisten mindestens 39 Kämpfer getötet worden. Die Kämpfe seien von Luftangriffen, Artilleriebeschuss und Kämpfen am Boden begleitet worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Toten seien 22 Kämpfer von Dschihadisten- und Rebellengruppen und 17 Kämpfer der syrischen Armee und verbündeter Milizen.

Die Kämpfe stehen in starkem Kontrast zu der zuletzt von Moskau angekündigten Feuerpause in der Region. Erst am Mittwoch waren nach Angaben der Beobachtungsstelle bei Luftangriffen der Regierungstruppen 18 Zivilisten in der Stadt Idlib getötet worden.

Den Angaben zufolge eroberten die syrische Armee und ihre Verbündeten bei ihrem Vormarsch in Richtung Maaret al-Numan zuletzt zwei Dörfer. Derzeit seien sie sieben Kilometer von der strategisch wichtigen Stadt entfernt.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle ist in Großbritannien ansässig und bezieht ihre Angaben von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Angesichts des Vormarsches der Regierungstruppen sind in Idlib hunderttausende Menschen auf der Flucht.