Rangeleien zwischen Aktivisten und Polizisten vor Lützerath

Lützerath soll zur Kohlegewinnung abgebaggert werden. Ab 10. Januar darf grundsätzlich geräumt werden, doch Klimaaktivisten kündigen Widerstand an. Bei einem «Aktionstraining» ist es zu Rangeleien gekommen.

Zwei Polizisten stehen brennenden Barrikaden gegenüber. (Bild: dpa)
Zwei Polizisten stehen brennenden Barrikaden gegenüber. (Bild: dpa)

Lützerath - Unmittelbar vor dem Braunkohledorf Lützerath ist es am Montag zu Rangeleien zwischen Polizisten und Klimaaktivisten gekommen. Die Aktivisten hätten Böller, Flaschen und Steine auf die Polizei geworfen, berichteten dpa-Reporter vor Ort. Danach beruhigte sich die Situation zunächst wieder. Anschließend zog sich die Polizei zurück.

Zuvor hatten sich Aktivisten hinter einer brennenden Barrikade positioniert. Ein Aktivist des Bündnisses «Letzte Generation» hatte seine linke Hand auf der Zufahrtsstraße festgeklebt.

Polizei: Geplanter Großeinsatz Mitte Januar

Ein Polizeisprecher sagte, die Räumung von Lützerath stehe am Montag noch nicht an. Es würden aber vorbereitende Arbeiten für den geplanten Großeinsatz Mitte Januar ausgeführt. Der Energiekonzern RWE, dem die Häuser und Grundstücke gehören, sperrte nach eigenen Angaben drei Landstraßen ab.

Das Dorf Lützerath soll geräumt werden. (Bild: dpa)
Das Dorf Lützerath soll geräumt werden. (Bild: dpa)

Lützerath südwestlich von Düsseldorf soll zur Kohlegewinnung abgebaggert werden. In den Häusern, deren einstige Bewohner weggezogen sind, leben allerdings Aktivisten, die um den Ort kämpfen wollen. Für das Abbaggern und Verbrennen der Kohle sehen sie keine Notwendigkeit. RWE sagt dagegen, dass Lützerath abgerissen werden müsse, um inmitten der Energiekrise eine sichere Versorgung der Kraftwerke zu gewährleisten.

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