Aktivisten: Mindestens 43 Tote bei Selbstmordanschlag auf evakuierte Syrer

Bei dem Selbstmordanschlag auf einen Buskonvoi in Syrien sind nach neuen Angaben mehr als 110 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer sind Menschen, die zuvor mit Bussen aus zwei belagerten Dörfern im Nordwesten Syriens herausgeholt worden waren

Die Zahl der Toten bei einem Selbstmordanschlag auf evakuierte Syrer westlich von Aleppo hat sich nach Angaben von Aktivisten auf mindestens 43 erhöht. Der Anschlag ereignete sich in Raschidin bei Aleppo. Zuletzt war von 24 Toten die Rede gewesen.

Der Attentäter zündete nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der von Rebellen kontrollierten Ortschaft Raschidin seinen Sprengsatz. Rund 5000 Menschen aus den regierungstreuen Städten Fua und Kafraja warteten dort seit Freitag auf ihre Weiterfahrt.

Bei dem Anschlag gab es auch mehrere dutzend Verletzte. "Der Selbstmordattentäter saß am Steuer eines Transporters mit Lebensmittelhilfen", teilte die Beobachtungsstelle mit. Er habe den Sprengsatz in der Nähe der rund 75 Busse gezündet, die in Raschidin festsaßen. Die Evakuierung aus vier Städten war am Freitag nach mehrfachen Verzögerungen angelaufen, dann jedoch ins Stocken geraten.

Die den Rebellen nahestehende Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte zuvor von 24 Toten gesprochen. Sie ist in Großbritannien ansässig und stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah in Raschidin zahlreiche Todesopfer sowie eine große Zahl von Verletzten. Einige Leichen waren verbrannt, auch Kinder wurden getötet.

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