Aktivisten: Mindestens 19 Zivilisten bei Luftangriffen bei Damaskus getötet

Bewohner von Sakba suchen nach Lebenszeichen

Bei Luftangriffen auf mehrere von Rebellen kontrollierte Städte östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 19 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern der Angriffe in der Region Ost-Ghuta seien sechs Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mit. Die Region ist die größte Rebellenhochburg nahe Damaskus.

Es habe den ganzen Tag lang Luftangriffe gegeben, die Zahl der Todesopfer könne noch höher sein, erklärte die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle. Demnach starben Menschen in den Städten Dschisrin, Kafr Batna und Duma, der größten Stadt in Ost-Ghuta. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Menschen vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Ein AFP-Fotograf sah in Duma mehrere verletzte Kinder, die auf dem Boden einer behelfsmäßigen Klinik saßen. Die Kinder waren von Blutflecken und Staub bedeckt und warteten auf ihre Behandlung. Ein AFP-Fotograf in Sakba sah Bewohner, die über Schutthaufen kletterten und unter Trümmern nach Lebenszeichen suchten.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden binnen zwei Tagen in Ost-Ghuta insgesamt mindestens 49 Menschen durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss getötet. 165 weitere Menschen seien verletzt worden. Ost-Ghuta wird seit dem Jahr 2012 von den Regierungstruppen belagert und ist immer wieder Ziel von Angriffen. Mehrere Orte der Region haben inzwischen Abkommen mit der Regierung geschlossen und sich damit wieder unter deren Kontrolle begeben.

Bei einem Chemiewaffenangriff in Ost-Ghuta waren im August 2013 hunderte Menschen getötet worden. Am Dienstag sorgte ein mutmaßlicher Chemiewaffenangriff im Nordwesten Syriens für internationale Empörung. Bei dem Angriff in der Provinz Idlib wurden mindestens 58 Menschen getötet.

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