Aktivisten: Sieben Kämpfer bei israelischen Luftangriffen in Syrien getötet

Die Angriffe ereigneten nahe dem Flughafen von Damaskus

Bei israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten sieben Kämpfer getötet worden. Unter den Toten seien drei Soldaten der syrischen Regierungstruppen und vier Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.

Syrische Staatsmedien berichteten, die Regierungstruppen hätten in der Nacht zum Freitag mehrere Raketen über der Hauptstadt Damaskus abgefangen. Die Raketen seien von den "besetzten Golanhöhen" aus abgefeuert worden, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die Nachrichtenagentur veröffentlichte ein Video, das offenbar syrische Kampfjets im Einsatz über Damaskus zeigte.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren militärische Einrichtungen in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus, darunter ein Waffenlager, das Ziel der israelischen Luftangriffe. Demnach erfolgten die Angriffe um kurz vor Mitternacht unmittelbar nach der Ankunft eines Frachtflugzeugs unbekannter Herkunft.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 bereits hunderte Luftangriffe in Syrien gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad, iranische Ziele und mit dem Iran verbündete Milizen geflogen. Der Iran steht in dem Konflikt an der Seite von Machthaber Baschar al-Assad.

Vor wenigen Tagen waren bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 23 Kämpfer der syrischen Regierungstruppen und iranischer Milizen getötet worden.