Aktivisten: Syrisches Rebellenbündnis erobert Großteil von IS-Hochburg Tabka

Eine Woche nach ihrem Einmarsch in die nordsyrische Stadt Tabka haben von den USA unterstützte Rebellen nach Angaben von Aktivisten einen Großteil der Dschihadisten-Hochburg erobert. Die arabisch-kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) kontrollierten inzwischen mehr als 80 Prozent der Stadt, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Die Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) wurden demnach in zwei Stadtviertel am Ufer des Euphrat zurückgedrängt.

Die SDF-Kämpfer hatten am Montag vergangener Woche den Einmarsch in die Stadt verkündet. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurde Tabka am Montag erneut von Gefechten und von Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Koalition erschüttert. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen.

Die vollständige Einnahme von Tabka wäre ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Rückeroberung der inoffiziellen IS-Hauptstadt Raka. Tabka liegt nur 55 Kilometer von Raka entfernt, wo das selbsternannte Kalifat der Dschihadisten sein Hauptquartier hat. Die SDF-Kämpfer hatten ihre Großoffensive zur Rückeroberung von Raka im November gestartet und nahmen bereits den Großteil der umliegenden Gebiete ein. Seit Anfang April hatten die SDF-Kämpfer Tabka von allen Seiten umstellt.

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