Alitalia-Mitarbeiter: “Ja” oder “nein” zum Überlebens-Kompromiss

Nachdem die Pleite der schwer angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia in letzter Minute abgewendet worden ist, haben jetzt die Mitarbeiter das Wort: Sie entscheiden bis zum 24. April, ob sie das Interimsabkommen vom vergangenen Freitag annehmen.

Der Kompromiss, der durch die italienische Regierung vermittelt wurde, sieht nach einem drastischen Sparplan und Streikaufrufen vor, dass die Gehälter im Schnitt

um 8 statt 30 Prozent gekürzt und 980 statt fast 1.400 der 12.500 Beschäftigten entlassen werden – so Medienberichte (Nachrichtenagentur “Ansa”).

Alitalia-Personal über Rettungsplan gespalten – https://t.co/O634uHH2qD pic.twitter.com/YnA8AaXB08— TourExpi Deutsch (@TourExpi_GLOBAL) 18. April 2017

Alitalia steckt seit Jahren in der Krise. Mitte März hatte das

Management einen Überlebenssplan vorgestellt. Vor allem ein drastisches Sparprogramm soll die einstige Staatsfluglinie binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone bringen.

Alitalias Anteilseigner, darunter die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo, hatten damit gedroht, die Umschuldung von Verbindlichkeiten der Fluglinie zu blockieren, sollte es keinen Sanierungsplan geben.

Die Verluste von Alitalia:

Con questi soldi ad #Alitalia si potevano fare 5 o 6 ospedali e salvare qualche migliaio di VITE umane. #maledetti pic.twitter.com/gg9a1XzxyV— Epifenomeno (@faldi) 8. April 2017

Die Fluggesellschaft hat vor allem mit Billigfliegern zu kämpfen, die seit einigen Jahren massiv auf den italienischen Markt drängen. Die Übernahme von 49 Prozent der Anteile durch die arabische Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi sollte den Neustart bringen. Doch die Beteiligung erwies sich für die Araber bislang als teures Zuschussgeschäft – ähnlich wie ihre Beteiligung an Air Berlin.

su mit Reuters

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