Nach Alkoholverbot in Stadien: Budweiser will unverkauftes Bier an Gewinnerland der Weltmeisterschaft liefern

(Symbolbild) Die Fifa verbot plötzlich alkoholische Getränke in Stadien zur Weltmeisterschaft auszuschenken. Der Getränkesponsor Budweiser kann nur nicht alkoholisches Bier ausschenken. - Copyright: Getty Images/ Alex Grimm / Staff
(Symbolbild) Die Fifa verbot plötzlich alkoholische Getränke in Stadien zur Weltmeisterschaft auszuschenken. Der Getränkesponsor Budweiser kann nur nicht alkoholisches Bier ausschenken. - Copyright: Getty Images/ Alex Grimm / Staff

Nur 48 Stunden vor Anpfiff kündigte die Fifa ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke in allen acht Stadien der Fußballweltmeisterschaft 2022 an. Die Folge? Der Getränkesponsor Budweiser, der einen Vertrag über 75-Millionen-Dollar hat, steht mit einer riesigen Menge Bier da, welches nicht abverkauft werden kann.

Budweiser löste das Problem unterdessen kreativ: Nur einen Tag später verkündete Anheuser-Busch InBev, der Hersteller von Budweiser, auf Twitter, dass er plant, seinen riesigen Überschuss an unverkauftem alkoholischem Bier an den Gewinner der Fußballweltmeisterschaft 2022 zu verschenken.

Das Siegerland soll alle Buds gewinnen

Im Tweet heißt es: „Neuer Tag, neuer Tweet, das Siegerland bekommt die Buds. Wer wird sie wohl bekommen?“ Dazu zeigten sie ein Bild des Lagerhauses, in dem sich ein Meer von roten Kisten bis zur Decke stapelt.

„GAME ON. Wir veranstalten die größte Siegerfeier – EVER“, twitterte Budweiser am Montag in einem weiteren Posting.

„Budweiser möchte die Feierlichkeiten aus den Stadien der FIFA-Weltmeisterschaft zu den Fans des Siegerlandes bringen. Wir werden die ultimative Meisterschaftsfeier für das Siegerland veranstalten", sagte ein Sprecher von Anheuser-Busch InBev in einer Stellungnahme zu Business Insider US.

Ein Vertrag von über 75 Millionen Dollar

Budweiser hat mit dem Weltfußballverband Fifa einen Vertrag über 75 Millionen Dollar für die Lieferung von Bier bei der Weltmeisterschaft 2022 und einen weiteren Vertrag im Wert von 113 Millionen Dollar für die Weltmeisterschaft 2026 abgeschlossen. Das berichtet „The Sun“. Laut derselben Publikation könnte der Brauereiriese nach dem jüngsten Fiasko den Sponsoringvertrag für 2026 um rund 47 Millionen Dollar kürzen.

Katar kontrolliert den Verkauf von Alkohol im Land streng und der Konsum ist nur in Hotelbars und Restaurants erlaubt, abseits der Straße. Katar erklärte sich jedoch bereit, seine Alkoholbeschränkungen zu lockern und Budweiser den Verkauf seiner Getränke an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten zu gestatten.

Auf Drängen der katarischen Königsfamilie Al Thani verkündeten die Organisatoren der Fußballweltmeisterschaft jedoch plötzlich ein vollständiges Verbot des Alkoholverkaufs in den Stadien. Bud Zero, das alkoholfreie Getränk von Budweiser, darf jedoch weiterhin in den Stadien verkauft werden.

Dieser Text wurde aus dem Englischen von Lisa Dittrich übersetzt. Das Original findet ihr hier.