Alle Infos zum ESC 2017: Termine, Teilnehmer & Songs

Jamala holte den Eurovision Song Contest nach Kiew. (Bild: AP Photo)

Europa ist im Musikfieber! Es sind nur noch wenige Wochen, bis der Eurovision Song Contest wieder ein Millionenpublikum vor die Bildschirme locken wird. Hier kommen alle wichtigen Fakten zum größten Showereignis des Jahres.

Im letzten Jahr konnte die Ukrainerin Jamala mit ihrer Single „1944“ überzeugen und holte damit den 62. ESC nach Kiew. Zum zweiten Mal richtet die ukrainische Hauptstadt nun den Wettbewerb aus. Insgesamt nehmen 43 Länder teil, im großen Finale am Samstag, dem 13. Mai 2017 (21 Uhr, ARD), werden 26 Nationen um den Sieg singen. 2016 erreichte der ESC weltweit 204 Millionen Menschen, hierzulande schalteten rund neun Millionen Zuschauer ein.

Deutschland darf mit Sängerin Levina auf die internationale Gesangskrone hoffen. Anfang Februar konnte sie beim Vorentscheid ihr Ticket für den ESC lösen und will in der Ukraine mit ihrem Song „Perfect Life“ überzeugen. Dieser machte aber bereits Negativschlagzeilen: Teile des Liedes würden stark an David Guettas „Titanium“ erinnern. Die Sängerin selbst wies die Plagiatsvorwürfe zurück. Trotzdem wurden ihr in den Medien bisher keine großen Chancen für einen der vorderen Plätze zugesprochen. Auch in den sozialen Netzwerken gehen die Meinungen zur Blondine weit auseinander. Keine Ecken, keine Kanten, heißt es. Die raue Stimme der 25-Jährigen könnte allerdings für Pluspunkte sorgen.

Sängerin Levina geht für Deutschland an den Start. (Bild: Getty Images)

Es wäre schon eine Tragödie, wenn es auch 2017 schiefgeht. Schließlich musste Deutschland in den letzten Jahren große Niederlagen einstecken: 2015 und 2016 landeten jeweils die Sängerinnen Ann Sophie und Jamie-Lee auf dem letzten Platz. Aber auch in den Jahren zuvor sah es nicht rosig aus – 2014 schaffte es Deutschland nur auf den 18., 2013 lediglich auf den 21. Platz. Insgesamt musste sich Deutschland achtmal mit dem letzten Platz zufriedengeben. Hingegen gab es bislang nur zwei ESC-Gewinne – 1982 sang sich Nicole mit „Ein bisschen Frieden“ aufs Siegertreppchen, 2010 war es Lena Meyer-Landrut mit „Satellite“.

Während die Deutschen in diesem Jahr vom dritten Gewinn träumen, geben die Zahlen der Wettbüros eine andere Prognose. Schon seit längerer Zeit gilt Italiens Teilnehmer Francesco Gabbani als Favorit. Außerdem werden Bulgarien, Schweden, Portugal und Belgien in diesem Jahr auf den obersten Plätzen gesehen. Bei den Buchmachern liegt Deutschland aktuell auf dem 30. Platz.

Allerdings sind neben Deutschland erst Frankreich mit Alma („Requiem“), Italien mit Francesco Gabbani („Occidentali’s Karma“), Spanien mit Manel Navarro („Do It for Your Lover“), Großbritannien mit Lucie Jones (Never Give Up On You“) und die Ukraine mit der Band O. Torwald („Time“) sicher für das Finale am 13. Mai qualifiziert. Bis dahin stehen noch das erste Halbfinale am 9. Mai und das zweite am 11. Mai an.


Russlands Kandidatin Julija Samoilowa wird nicht am ESC teilnehmen. (Bild: AP Photo)

Schon vor der Ausstrahlung des Finales machte der ESC mit einem Skandal von sich reden: Für Russland sollte in diesem Jahr nämlich die im Rollstuhl sitzende Sängerin Julija Samoilowa teilnehmen. Im Jahr 2015 war sie allerdings zu einem Auftritt auf der Krim über Russland eingereist, was gegen ukrainisches Gesetz verstößt. Die Halbinsel ist bekanntlich einer der Hauptstreitpunkte zwischen Kiew und Moskau. Samoilowa darf aufgrund ihres Auftritts drei Jahre lang nicht in die Ukraine reisen. Der ukrainische Geheimdienst SBU machte hierbei auch für den ESC keine Ausnahme, das Einreiseverbot bleibt bestehen. Deswegen einen anderen Kandidaten ins Rennen zu schicken, kam für Russland jedoch nicht infrage. Dementsprechend wird das Land in diesem Jahr nicht am Wettbewerb teilnehmen und der russische Fernsehsender Channel 1 die Show nicht übertragen.

Auf welchem Platz landet Deutschland? Das sagen die Wettquoten:

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen