Kölner Karneval: Prinz Manny I. regiert die Jecken in Worringen

Der Präsident der Worringer Karnevalsgesellschaft „Löstige Junge” wird Prinz.

Viele kennen ihn. Er ist der „Huusmeister“ der Worringer Grundschulen, der Kaczmarek, der dort seit 25 Jahren „alles fess im Griff hätt“. Vor sechs Jahren wählte ihn die Worringer Karnevalsgesellschaft „Löstige Junge“ zu ihrem Präsidenten. Jetzt ist für Manfred Schüller und seine „Blau-Weißen“ im 110. Jahr ihres Bestehens ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Denn ab sofort schaut die Worringer Jeckenwelt zu seiner Tollität Prinz Manny I. auf. Ausgestattet mit Prinzenkette, Zepter, Standarte und einem quicklebendigen Hofstaat präsentierte sich der 56-Jährige im blau-weißen Ornat bei der Prinzenproklamation des Festkomitees Worringer Karneval im Vereinshaus an der St.-Tönnis-Straße erstmalig seinem Volk.

Festkomitee-Präsident Klaus Dittgen setzte ihn mit der Prinzenkette in Amt und Würden. Bürgervereinsvorsitzender Kaspar Dick überbrachte den symbolischen „Dorfschlüssel“. Damit Prinz Manny I. künftig während der Schulzeit keine Pause mehr verpasst, kredenzte Dick ihm einen Wecker und zur Beruhigung für den stressigen Job ein „Büggelchen“ Fencheltee in einer speziellen Bürgervereins-Tasse.

Ausgiebig erklärte Schüller daraufhin den Jecken im ausverkauften Saal seine karnevalistische Laufbahn. Bei den „Appelsinenfunke“ in Nippes habe ihn sein Vater damals angemeldet. Das sei aber nicht das Richtige für ihn gewesen, sagt er. Richtig aktiv wurde Prinz Manny erst in Worringen, als ihm Bekannte rieten: „Wenn du Freunde finden willst, gehst du am besten in einen Karnevalsverein“. Sein karnevalistisches Herz sei in Worringen schließlich durch den KiKa, den Ausschuss der Worringer Grundschulen für den Kinderkarnevalszug, erobert worden. Folgerichtig lautet daher sein Prinzenmotto: „De Hauptsach es, et Hätz es jot“, das Hofnarr Mario Paulus bei der Proklamation auch musikalisch interpretierte.

Begleitet wird Schüller durch die lange Session von seinem mächtigen Hofstaat, seinen vier Hofdamen, seinem Hofnarren, seinem Standartenträger und seiner Ehefrau Petra Schüller. Beide sind karnevalserfahren, haben schon im Rosenmontagszug 2007 auf dem Wagen des Löstige-Junge-Vorvorgängerprinzen Erhard I. Kamelle regnen lassen. 2013 lernte Schüller dann als Hofnarr bei seinem direkten Blau-Wieß-Vorgänger Prinz Gerd I., sein Volk über viele Wochen bei Laune zu halten.

Tanzkorps traten an

Von den beiden Söhnen Marcel und Sascha mischt letzterer aktiv im Verein mit – als Redner und als Tanzoffizier des Traditionstanzkorps der KG Löstige Junge an der Seite von Mariechen Kimberley Bettmann.

Für den weiteren Sitzungsverlauf hatte Festkomitee-Literat Fabian Dittgen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Tanzkorps aller Worringer Karnevalsgesellschaften und die „Dänzer“ des Männer-Gesang-Vereins zeigten Akrobatisches. Sänger animierten zum Mitsingen und Schunkeln. Redner, wie die Schülerin Saskia Paschen (17), die als „Ne kesse Teenie“ das närrische Volk begeisterte, sorgten für Stimmung....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta