Alles ganz anders! Boris Becker über die neuen Insolvenz-Auflagen

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Boris Becker reagiert auf die Berichterstattung (Bild: Landmark Media/ImageCollect)

Tennis-Ikone Boris Becker (51) lässt sich von den neuesten Nachrichten um sein Insolvenzverfahren nicht aus der Ruhe bringen. Via Twitter erklärt er freundlich, was es mit den zwölf weiteren Jahren, seiner Ansicht nach, auf sich hat. "Vielen Dank für Ihre mediale Anteilnahme! Fakt ist, dass ich 12 Jahre kein Geschäftsführer einer englischen Firma sein darf, aufgrund einer verpassten Deadline von Infos meinerseits! (Ich darf Hauptgesellschafter sein)", kommentiert der ehemalige Sport-Profi die jüngste Berichterstattung und schiebt hinterher: "Vielleicht liegt's an der Übersetzung..."

Verfahren "bis Weihnachten" beendet?

Was er im nächsten Tweet schreibt, überrascht dann aber doch ein wenig, denn offenbar sieht er das Ende des Insolvenzverfahrens schon bald gekommen. "Fakt ist aber auch: Es hat sich nichts geändert an der Tatsache, dass ich Hauptgläubiger (Bank) komplett befriedigt habe (full/final settlement) und ich guter Dinge bin, die Schuld an die restlichen Gläubiger (sechsstellig) bis Weihnachten zu begleichen! Das wäre das Ende meines Insolvenz Verfahrens." In einem dritten Tweet erklärte er, dass er sich auf ein "Exklusiv Interview mit einem deutschen Medienorgan" freue, "wo ich etwas mehr Platz habe für Frage/Antwort als bei Twitter ( es gibt mittlerweile Staatsoberhäupter, die nur über die sozialen Netzwerke kommunizieren), vielleicht bin ich immer noch ,oldfashioned'."

"Insolvenzbeschränkungen verlängert"

Der staatliche Insolvenz-Dienst in London hatte am Dienstag eine Verlängerung im Verfahren des 51-Jährigen um ganze zwölf Jahre, bis zum 16. Oktober 2031, gemeldet: "Die Insolvenzbeschränkungen des ehemaligen Tennisstars Boris Becker werden um 12 Jahre verlängert". Die Gründe der mehrjährigen Verlängerung gehen aus dem offiziellen Schreiben ebenfalls hervor. Becker soll einen Teil seiner Vermögenswerte nicht offengelegt haben. Mitte Oktober habe er den neuen Auflagen bereits zugestimmt.

Im Juni 2017 wurde das Insolvenzverfahren gegen den dreimaligen Wimbledon-Sieger eröffnet. Ein Jahr darauf erklärte er in einem Interview mit dem "Top Magazin Frankfurt": Er habe damals Vermögenswerte von rund 5,1 Millionen Euro offengelegt. "Der Hauptgläubiger, eine englische Privatbank, meint, ich schulde ihnen mehr als doppelt so viel, aufgrund von 25 Prozent Zinsen, die sie auf diese Schuld aufgerechnet haben. Das ist weder rechtskräftig noch rechtswirksam."