Allrounder Ingwer – so gesund ist er wirklich

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Ingwer ist eine echte Wunderknolle. (Bild: Getty Images)

Dass Ingwer gesund ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch was steckt eigentlich in der Knolle und gegen welche Beschwerden können die Inhaltsstoffe helfen? Wir fassen zusammen.

Ingwer ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Ursprünglich kommt die Pflanze wohl aus Indien, doch wird sie heute überwiegend in den tropischen Regionen Chinas und Japans, aber auch in Jamaika und Brasilien angebaut. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Ingwer seit Jahrtausenden fester Bestandteil. Heute ist so manche Wirkung seiner Inhaltsstoffe wissenschaftlich nachgewiesen.

Was steckt im Ingwer?

Der verarbeitete Teil der Ingwerpflanze ist der Wurzelstock, in dem ätherische Öle wie Zingiberen, Curcumen und Beta-Eudesmol enthalten sind. Daneben liefert die Knolle Vitamin C und B-Vitamine. Außerdem enthält frischer Ingwer große Mengen Kalium- und Magnesium, sowie Spurenelemente wie Kupfer, Mangan, Zink und Eisen. Doch die eigentlichen Helden der gelben Knolle sind Scharfmacher wie Gingerole und Shogaole, die dem Gewächs seine typische Schärfe verleihen und positive Effekte auf den Organismus entfalten können.

Ein Ingwertee ist ganz einfach selbst gemacht, super lecker und gesund! Einfach Ingwerscheiben mit heißem Wasser aufgießen. (Bild: Getty Images)

Wogegen hilft Ingwer?

Zunächst kann ein Biss in die Ingwerknolle durch den scharfen Geschmack eine Wärmewelle durch den Körper senden – die Nase beginnt zu laufen, Wangen erröten und der Gaumen meldet sich. Im Magen regen die Stoffe dann die Verdauung an und helfen bei der Produktion von Magensäure. Dadurch wirkt Ingwer appetitanregend. Durch die vermehrte Magenaktivität und die schärfebedingte Ankurbelung des Kreislaufs kann die Knolle auch als Muntermacher eingesetzt werden.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist außerdem die Wirkung von Ingwer gegen Brechreiz und Übelkeit. Besonders als vorsorgliches Mittel bei Reiseübelkeit hat sich Ingwer bewährt. Wem es vor einer längeren Reise mit Auto, Zug oder Flugzeug graut, der kann Ingwer in Form von Pillen, Tropfen oder Tee einnehmen, um den Magen zu beruhigen.

Gegen Seekrankheit hilft Ingwer eher nicht, da hier eine mechanische Komponente zum Krankheitsbild gehört. Auch Schwangere sollten gegen Übelkeit andere Methoden wählen, da Ingwer Wehen auslösen kann.

Gerade im Winter empfiehlt es sich, mit Ingwer zu kochen. (Bild: Getty Images)

Und noch einen Effekt haben die Inhaltsstoffe des Ingwers: Einige von ihnen scheinen im Körper dieselbe Funktion zu übernehmen wie Acetylsalicylsäure. Dieses lindert durch Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase Schmerzen, wirkt entzündungshemmend und hemmt die Blutgerinnung.

Doch vor allem kann Ingwer eines besonders gut: Deinen Winter-Speisen und -Getränken den nötigen Schuss Würze verleihen! Genießt euren Aufguss, eure Plätzchen, euren Glühwein, Lebkuchen oder das nächste Curry-Gericht einfach mal mit einem Extra-Schuss Ingwer!