Alltagsfrage: Gehören eigentlich auch Postkarten in den Papiercontainer?

Nicht alles, das aus Papier hergestellt wird, darf auch in die Blaue Tonne. (Symbolbild: Getty Images/Westend61)

Wie werden die Urlaubsgrüße aus Papier korrekt entsorgt? Eine Alltagsfrage erklärt. 

SMS, Messenger, E-Mail und Instagram machen ihr zwar Konkurrenz, aber sie stirbt dennoch nicht aus: die Postkarte! Nach wie vor verschicken viele Menschen ihre Urlaubsgrüße analog mittels der bewährten Methode via Post. Denn ein Instagram-Posting mag innerhalb von Sekunden um die halbe Welt reisen können, doch an den Kühlschrank heften lässt es sich nicht. Doch wohin mit den Postkarten, wenn man sich daran satt gesehen hat?

Papier und Pappe vom restlichen Müll zu trennen, trägt maßgeblich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und damit zum Umweltschutz bei. Doch nicht alles was an dem Papier dran ist, gehört auch in die Blaue Tonne. Ein klarer Fall sind Papierverpackungen wie Eierkartons und Papiertüten, aber auch Briefe, Zeitungen und alle Hefte, Magazine und Bücher ohne Kunststoffeinband. Ein anderer Fall ist beschichtetes Papier: Das gehört in den meisten Fällen zum Restmüll. Aus beschichtetem Papier bestehen etwa viele Pizzakartons, Einwickelpapier, Vakuumverpackungen und Milch- und Getränkekartons.

In die Papiertonne darf nur unbeschichtetes Papier. Alles andere verursacht Mehrkosten! (Symbolbild: Getty Images/KatarzynaBialasiewicz)

Wohin also mit den Postkarten?

Für Postkarten gilt daher: Wenn das Papier eine Beschichtung aufweist, darf es nicht in die Blaue Tonne, sondern sollte stattdessen im Restmüll entsorgt werden. In den allermeisten Fällen sind Postkarten beschichtet, was sich etwa am Hochglanz, an der Prägung oder am Druck erkennen lässt. Die einzige Ausnahme bilden schlichte Postkarten aus Papier, die nicht glänzen und mit keinem Bild versehen sind. Im Zweifel gilt aber: Ab in den Restmüll damit! Denn beschichtetes Papier lässt sich nicht zusammen mit Kartons recyceln. Landen die Postkarten daher fälschlicherweise in der Blauen Tonne, entstehen den Abfallentsorgungsbetrieben zusätzliche Kosten durch das Nachsortieren. Und weil diese meist öffentlich sind, bedeutet das höhere Kosten für die Allgemeinheit. Wer mitdenkt, wirft die nicht mehr benötigten Urlaubsgrüße daher vorsorglich in den Restmüll.

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