Alltagsfrage: Warum haben Donuts Löcher?

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Amerikanische Krimis sind ohne sie kaum denkbar und auch Homer Simpson hätte wohl keine so stattliche Plauze, würde er nicht regelmäßig seiner Liebe zu zuckrigem Fettgebäck frönen. Doch warum eigentlich haben Donuts ein Loch in der Mitte?

Das leckere Gebäck kommt ursprünglich gar nicht aus den USA. Doch warum haben Donuts eigentlich Löcher? (Bild: Getty Images)

Bei Donuts denkt man fast unweigerlich an die USA, doch erfunden wurden die runden Leckereien woanders: Die Holländer aßen schon im 17. Jahrhundert in heißem Schweinefett herausgebackene Bällchen. Die Olikoeks oder Olibollen genannten kleineren Kugeln brachten holländische Siedler dann mit in die USA, wo die Krapfen auch bei Nicht-Holländern im heutigen New York so gut ankamen, dass man mehr davon wollte.

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In den USA wurden Donuts früher mit Nüssen gefüllt
Die ins Fett geworfenen Kugeln wurden also größer, und genau das wurde zum Problem. Wollte man verhindern, dass die Krapfen außen zu braun wurden, blieb der Teig in der Mitte roh und gnatschig. Um das zu verhindern, füllte man das Innere mit Nüssen, woher der Donut oder auch Doughnut seinen Namen hat. „Dough“ für Teig und „nut“ für Nüsse.

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Ein findiger Ingenieur erfand schließlich einen Stanzer
Man kann wohl annehmen, dass der Ingenieur John F. Blondel aus Maine sehr viel eher ein Freund von frittiertem Teig als von Nüssen war. Zumindest war er es, der eigens für das Gebäck einen Lochstanzer erfand. Ein einfaches Rohr mit einem Kolben in der Mitte, das Blondel am 9. Juli 1872 patentieren ließ und damit den Weg für eine massenhafte Produktion freimachte. Richtig groß wurde der Hype in den USA aber erst, nachdem in den 1950er-Jahren ein Konkurrenzkampf zwischen den Ketten Dunkin’ Donuts und Krispy Kreme ausbrach, der bis heute andauert.

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