Alltagsfrage: Warum haben Herrenfahrräder eigentlich eine Stange?

Warum haben Herrenräder eigentlich eine waagerechte Stange und Damenmodelle nicht? (Bild: Getty Images)

An manche Dinge hat man sich im Laufe des Lebens so gewöhnt, dass man sich einfach nicht mehr darüber wundert. Warum haben Herrenräder beispielsweise eine Stange ?

Von Kindesbeinen an sind wir an die Tatsache gewöhnt, dass Herrenräder im Gegensatz zur Damenvariante eine horizontale Stange haben. Jungs bekommen den nonchalanten Schwung des Beines gleich mit dem Radfahren beigebracht und man macht sich über den Unterschied der Rahmengeometrie lebenslang keine weiteren Gedanken. Aber was hat es eigentlich mit der typischen Stange auf sich?

Die Stange sorgt für Stabilität

Grundsätzlich sorgt die waagerechte Stange für Stabilität und muss genau genommen gar nicht hinterfragt werden – so manches “Old School”–Fahrrad ist genau aus diesem Grund sogar mit einem doppelten Oberrohr ausgestattet. Bleibt also die Frage, warum Damenräder eben anders aussehen.

Eine Frage des Stils

Der Grund dafür ist schnell erklärt: Röcke haben einen festen Platz im Kleiderschrank vieler Frauen. Zur Zeit der Erfindung des Zweirads waren jene meistens auch noch sehr lang, was den Beinschwung über den Sattel erheblich erschwert hätte.

Die Erfindung des “Trapezrahmens”

Der dreieckige “Diamantrahmen”, wie wir ihn heute kennen, wurde bereits im 19. Jahrhundert von der Firma Humber entwickelt. Um dem besagten Problem zu begegnen wurde das Oberrohr parallel zum Unterrohr tiefer gesetzt, sodass Frauen bereits vor dem Anfahren bequem auf den Sattel kamen – diese Abwandlung nannte sich fortan “Trapezrahmen”.

Bei heutigen Produktionsweisen könnte man theoretisch mit der Tradition brechen, allerdings hat sich die Optik so etabliert, dass sie sich größtenteils weiterhin durchsetzt.

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