Altglas falsch eingeworfen? Das passiert, wenn du nicht richtig trennst

·Freie Autorin

Beim Altglas gilt: Es wird getrennt in weißes, grünes und braunes Glas. Aber was passiert, wenn man doch mal falsch einwirft? Macht die Trennung nach Farben denn wirklich Sinn?

Altglas sollte sorgfältig nach Farben getrennt werden. (Symbolbild: Getty Images)
Altglas sollte sorgfältig nach Farben getrennt werden. (Symbolbild: Getty Images)

Das Trennen von Altglas in verschiedene Farben mag vielleicht lästig sein, aber es ist sehr wichtig für unsere Umwelt und den Recycling-Kreislauf. Denn Glas ist ein wertvoller Rohstoff, der optimal wiederverwendet werden kann – vorausgesetzt, man trennt das Altglas richtig. An den rund 300.000 Sammelstellen für Glas, die es in Deutschland gibt, steht im Normalfall je ein großer Container für grünes, weißes und braunes Glas. Eigentlich ganz einfach. 

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Und doch kann es schon mal passieren, dass man sich im Container irrt und die falsche Farbe einwirft. Aber wie schlimm ist das?

Altglas: Nur farbenrein getrennt wird richtig recycelt

Viele Verbraucher sehen den Sinn in der Farbentrennung beim Altglas nicht. Was möglicherweise daran liegt, dass das Glas nur von einem Fahrzeug abgeholt wird. Die Leute gehen dann davon aus, dass ja sowieso alles gemischt im Entsorgungsfahrzeug landet und das Trennen daher überflüssig ist. Eine Fehlannahme. Denn im Innern des Fahrzeugs gibt es drei separate Kammern, die von außen nicht zu sehen sind und die das Altglas sortenrein transportieren.

Warum das Ganze jetzt so wichtig ist? Weil nur durch die sorgfältige Farbentrennung das Altglas komplett recycelt werden kann. Damit das passiert, muss das Glas vorher gefiltert und von Störstoffen befreit werden. Je besser es nach Farben sortiert ist, umso wertvoller werden hinterher die Glasscherben, aus denen dann neues Glas entsteht. Landet jetzt beispielsweise ein Stück Grünglas in einem Weißglas-Container, kann daraus durch die Verfärbung kein neues Weißglas gewonnen werden. Wer sich übrigens nicht sicher, ist ob er jetzt ein grünes oder braunes Glas hat, wirft es im Zweifelsfall zum Grünglas. Dort verursachen Farbabweichungen die geringsten Probleme.

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Was nicht zum Altglas gehört

Neben der falschen Farbe, landet oft auch „fremdes“ Glas in den Containern, was dort eigentlich nicht hineingehört. Beispielsweise Keramik oder Steingut oder Trinkgläser. Auch Spiegel- und Kristallglas darf nicht in die Glascontainer. Als Altglas gilt nur Verpackungsglas, also etwa Gläser von Lebensmitteln, leere Flaschen, Babygläser sowie Parfum- und Kosmetikgläser.

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