Donutverkäuferin erfüllt unmöglichen Wunsch

Konfrontationstherapie mal anders: Ein Amerikaner, der seine Angst vor Zurückweisung therapieren wollte, nahm sich vor, hundert Tage lang verrückte Wünsche an seine Mitmenschen zu äußern. Sein Ziel: Er wollte Ablehnung erfahren - um zu lernen, damit umzugehen. Schon am dritten Tag scheiterte Jia Jang jedoch: Jackie Braun, die Angestellte einer Donut-Kette, besorgte ihm Kringelkrapfen in Form der olympischen Ringe, so wie er es verlangt hatte. Und sie wollte kein Geld dafür. Dafür wird Braun nun im Internet gefeiert.

Jia Jiang bekam seine olympischen Donuts - und das sogar gratis! (Screenshot: 100 Days of Rejection Therapy)Als Jia Jiang die Filiale von Krispy Kreme im texanischen Austin betrat, wollte er sich nur eine Abfuhr abholen. Er gab seine Bestellung bei Jackie Braun auf, die an diesem Tag am Tresen stand: fünf Donuts bitte, und zwar in den Farben und in der Form der olympischen Ringe. „Ich habe wirklich nur auf ein Nein gehofft, damit ich nach Hause gehen kann“, sagte Jiang am Montag. Doch Braun fragte, zu wann er sie brauche. „In den nächsten 15 Minuten”, antwortete der 31-Jährige. „Lass mich sehen, was ich tun kann”, sagte Braun.

Jia Jiang schreibt einen Blog über seinen Versuch, seine Angst vor Ablehnung selbst zu therapieren. Er wolle über 100 Tage verrückte Wünsche äußern und sich so jeden Tag eine Abfuhr holen, schreibt Jiang in seinem Blog. Am ersten Tag bat er einen Fremden, ihm 100 Dollar zu leihen. „Mein Ziel ist, mich gegen den Schmerz der Zurückweisung zu desensibilisieren und meine Angst zu überwinden“, erklärt der 31-Jährige. Seine Versuche filmt er verdeckt mit einem Smartphone.

„Es ist erst mein dritter Tag, und ich bin schon gescheitert“, schrieb Jiang nach seinem Besuch bei Krispy Kreme. „Aber mit solcher Verblüffung und Freude.“ Über dem Video steht: „Jackie liefert!“

Nach einer Viertelstunde kam die Angestellte zurück mit fünf Donuts, angeordnet wie die olympischen Ringe – und verschenkte die Leckerei. „In meinen Augen ist es aber nicht ganz perfekt geworden", sagte sie. "Also dachte ich, ich sollte nichts dafür berechnen.“
„Ich war überwältigt, ich konnte es nicht glauben“, sagte Jiang. Er fuhr nach Hause und schickte eine Twitter-Nachricht an Krispy Kreme. Dann schrieb er den Eintrag in seinen Blog.

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Das Video verbreitete sich rasch im Internet. „Jackie ist großartig“, schrieb ein Zuschauer bei Youtube. „Die Welt braucht mehr Menschen wie sie.“ Ein anderer verlangte, dass Braun zur Chefin der Donut-Kette gemacht werde. Ansonsten werde er Krispy Kreme boykottieren. Mittlerweile hat sich eine Facebook-Gruppe gegründet, die eine Gehaltserhöhung für Jackie Braun fordert.

Braun reagiert bescheiden auf den Rummel. „Es war eine einfache Sache“, sagte sie. „Nur das olympische Symbol war unüblich, weil es gerade nicht im Fernsehen ist. Aber wir bekommen jeden Tag Bestellungen wie diese. Wir sind hier, um die Leute froh zu machen.“



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