Amtsenthebungsverfahren gegen Mugabe

Simbabwes Präsident Robert Mugabe muss sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Bereits an diesem Dienstag will die Regierungspartei Zanu-PF darüber abstimmen.

Einen Rücktritt lehnt Mugabe ab, er wurde bereits am Mittwoch vergangener Woche von den Streitkräften unter Hausarrest gestellt. Seine Partei entzog ihn am Sonntag den Vorsitz und drängte ihn, sein Amt als Staatspräsident niederzulegen. Mugabes bisheriger Zanu-PF-Genosse Paul Mangwana erklärte, man werfe Mugabe vor, dass dieser seiner Frau Grace gestattet habe, die verfassungsmäßige Macht zu übernehmen. “Doch sie hat kein Recht, die Regierung zu führen. Auf Kundgebungen beleidigt sie Beamte und den Vizepräsidenten. Und die Mugabes verunglimpfen die Armee”, sagte er.

Die Militärführung teilte mit, die Verhandlungen mit Mugabe seien in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts verlaufen. Man habe sich mit dem Präsidenten auf eine Marschroute verständigt. General Constantino Chiwenga lobte den friedlichen Verlauf von Protestveranstaltungen und forderte die Bevölkerung auf, auch weiterhin Ruhe zu bewahren und Geduld zu üben. Der 93-jährige Robert Mugabe ist seit 1987 Präsident Simbabwes, zuvor war er sieben Jahre Premierminister des Landes.

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