Angeklagter in Celle gesteht Geldtransfer an Dschihadistengruppe

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Justitia (AFP/INA FASSBENDER)

Vor dem Oberlandesgericht Celle hat am Donnerstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Unterstützer der dschihadistischen Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) begonnen. Der Angeklagte habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt, sagte ein Gerichtssprecher. Tassilo M. soll von Delmenhorst aus knapp 2200 Euro an ein HTS-Mitglied in Syrien geschickt haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm die Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Terrorismusfinanzierung und Vergehen nach dem Außenwirtschaftsgesetz vor. M. soll das Geld an das inzwischen verstorbene HTS-Mitglied Marko W. geschickt haben, um diesem die Beschaffung von Waffen und militärischer Ausrüstung zu ermöglichen.

Am Donnerstag wurde zunächst die Anklage verlesen. Dann habe der Angeklagte in einer persönlichen Erklärung damit begonnen, die Vorwürfe einzuräumen, erklärte der Sprecher. Das Gericht werde voraussichtlich dennoch mit der Beweisaufnahme fortfahren und beispielsweise Zeugen befragen. Bis zum 16. November sind fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt.

smb/cha

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