Angler entdecken seltenen Mondfisch in Australien

Einen seltenen Fund haben Angler im Süden Australiens gemacht. Sie entdeckten an einer Flussmündung einen riesigen Mondfisch.

“Unser Park des Monats, Coorong-Nationalpark, bot zwei Anglern am Wochenende eine ungewöhnliche Überraschung – einen Mondfisch, der am Strand angespült wurde. Diese riesigen Schönheiten sind die größten knöchernen Fische der Welt und können mehr als ein Auto wiegen. Danke an Linette Grzelak für die Fotos.”

Andere fangen kleine Fische, doch diese australischen Angler hatten ein richtig dickes Exemplar – allerdings nicht an der Angel. Sie entdeckten im Süden Australiens an der Mündung des Murray River einen knapp zwei Meter langen, toten Mondfisch.

Mondfisch in Australien an Land gespült

“Mein Partner war mit Arbeitskollegen unterwegs und dachte zuerst, es wären Teile eines Schiffswracks”, sagte Linette Grzelak, die Fotos des rund 1,80 Meter langen Fisches gemacht hatte, gegenüber “Guardian Australia”.

Und der sei “nur” von mittlerer Größe, sagen Experten. “Sie können noch viel größer werden, bis zu zweimal so groß”, sagte Ralph Foster vom South Australian Museum dem Sender ABC. Zudem könnten Mondfische bis zu 2,5 Tonnen schwer werden und damit mehr wiegen als ein Auto.

Ein Mondfisch in freier Natur – das Exemplar, das in Australien angespült wurde, überlebte seinen Landgang nicht. (Symbolbild: JOSE JORDAN/AFP/Getty Images)

Spezies noch unerforscht

“National Geographic” zufolge sind die Tiere auch als Mola Mola oder Sonnenfische bekannt. Sie tanken an der Wasseroberfläche Sonne, bevor sie dann mehrere Hundert Meter in die Tiefe tauchen, um sich dort von Quallen zu ernähren und bis zum nächsten Auftauchen zu leben.

Bislang sind die Hintergründe, warum der Fisch angespült worden war, noch unklar. Laut Foster sei die Spezies erst seit 2017 bekannt und daher noch recht unerforscht. Jedoch könne man davon ausgehen, dass es in der Region viele Quallen gibt, die den Mondfisch vermutlich anlockten.