Angst nach dem Erdbeben der Stärke 5,9 in der Türkei

In der Türkei leben viele Menschen nach dem Erdbeben der Stärke 5,9 östlich von Istanbul in Zelten.

Mehr als 90 Personen wurden in Dücze verletzt, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mitteilte. Ein Mann verstarb nach einem Herzanfall. Mehrere Personen waren in Panik von Balkons oder aus Fenstern gesprungen, einige wurden dabei verletzt.

Das Erdbeben, das sich mitten in der Nacht ereignete, war auch im etwa 200 Kilometer entfernten Istanbul und in Ankara zu spüren.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner der vom Erdbeben betroffenen Gegend wollten aus Angst vor Nachbeben zunächst nicht in ihre Wohnungen zurück.

Die Zerstörung hält sich in Grenzen, da wegen eines starken Erdbebens im Jahr 1999 etwa 80 Prozent der Gebäude neu gebaut oder erdbebensicherer renoviert worden waren.

Beim sogenannten Izmit- oder Koaceli-Erdbeben waren im August 1999 mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500.000 Personen wurden obdachlos. Mehrere Städte wurden fast komplett zerstört, da die Gebäude bei dem Erdbeben fast wie Kartenhäuser einstürzten.