Angst vor Rückkehr - "Abschiebungen sind ein Suizidprogramm"

Jasmin Menrad

Viele Flüchtlinge aus Afghanistan zerbrechen an der Angst vor der Ausweisung. Manche sehen nur noch einen Ausweg.

Es sind harte Worte, die Rechtsanwalt Gunter Christ über die Folgen der Abschiebungen nach Afghanistan sagt: "Ich denke, dass die Suizidgefahr dramatisch zugenommen hat. Es gibt immer mehr, die in Kliniken eingewiesen werden. Insofern ist es eine Art Suizidprogramm."

Die Realität in den Flüchtlingsheimen gibt dem Anwalt für Asylrecht leider Recht. Eine ehrenamtliche Helferin aus Haar klagt: "Die Afghanen bekommen alle negative Bescheide. In den Unterkünften geht die Angst um, denn die Asylbewerber stehen unter einem extrem hohen Druck."

Am Samstag hat ein 20-jähriger Afghane aus Haar diesen Druck nicht mehr ausgehalten. Nachdem er auf der Post die Ablehnung seines Asylantrags in Empfang genommen hatte, wartete er an den Gleisen den nächsten ICE ab.

Er hätte gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen können, denn es war sein erster negativer Bescheid.
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