Angsthase Beatrice Egli: Schreckhaft beim Zürcher Sechseläuten

Beatrice Egli jagte eine alte Tradition mächtig Angst ein. (Bild: dpa)

So kennt man Schlagerstar Beatrice Egli eigentlich nicht. Beim Zürcher Sechseläuten, einem traditionellen Frühlingsfest, zeigte die Sängerin plötzlich ihre extrem ängstliche Seite.

In der Schweiz freuen sich alle auf das alljährliche Sechseläuten – alle, bis auf die DSDS-Gewinnerin Beatrice. Sie erlebte bei dem größten Fest die erschreckendsten zehn Minuten ihres Lebens. Schuld daran ist eine alte Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Das Sechseläuten ist nichts für Zartbesaitete. (Bild: ddp images)

In den Sommermonaten verschob sich im deutschen Nachbarland wegen der besseren Lichtverhältnisse der Feierabend um eine Stunde nach hinten, von 17 Uhr auf 18 Uhr. Diese Umstellung markierte gleichzeitig offiziell den Frühlingsbeginn. Als Zeichen dafür läutete am ersten Montag nach der Tagundnachtgleiche die zweitgrößte Glocke des Großmünsters pünktlich um 18 Uhr. In Erinnerung an diesen Brauch feiern zehntausende Schweizer auch heute noch gemeinsam den Beginn der warmen Jahreszeit mit einer großen Feier, deren Name sich an das Läuten um sechs Uhr abends anlehnt.

Die Verbrennung des Bööggs steht im Mittelpunkt des Frühlingsfestes. (Bild: dpa)

Als lautes Highlight wird heutzutage der sogenannte „Böögg“, ein mit Holzwolle und Knallkörpern gefüllter künstlicher Schneemann, der den Winter symbolisiert, auf einem Scheiterhaufen in der Mitte des Sechseläutenplatzes verbrannt. Genau dieser Böögg jagte Beatrice Egli eine Heidenangst ein, wie ein Instagram-Video beweist.


Kaum ging der erste Knallkörper los, zuckte die Sängerin zusammen und schrie auf. Instinktiv suchte sie Schutz bei Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der in diesem Moment neben ihr stand. Obwohl Beatrice genau wusste, dass bei dem Fest immer ein Knallfeuerwerk tobt, konnte sie sich nicht zusammenreißen. Immer wieder schrie sie auf.


„Ich bin so schreckhaft, es ist so schlimm, wenn man schreckhaft ist. Ich kann nichts dagegen machen“, so der berühmte Angsthase. „Ich beschütze sie“, grinste Schneider-Ammann in die Kamera. Beatrice versuchte, das Ganze mit Humor zu nehmen. Das musste sie auch – immerhin ist die Prozedur nicht mit ein paar Explosionen getan, sondern dauert so lange, bis der Kopf des Bööggs abfällt. In diesem Jahr knallte es insgesamt 9 Minuten und 56 Sekunden. „Zehn Minuten. Ha, das wir dein super Sommer, yeah“, so Beatrice Eglis Fazit. Der Aberglaube besagt nämlich, je schneller der Böögg den Kopf verliert, desto schöner wird der Sommer.

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