Anklagen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Deutschland

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Hamburg Anklage gegen zwei Männer erhoben, die einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland geplant haben sollen. Den beiden Iraker wird deshalb die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Die Bundesanwaltschaft erhob zudem Anklage gegen einen mutmaßlichen Helfer.

Die Ende Januar in Schleswig-Holstein festgenommenen Shahin F. und Hersh F. sollen sich Ende November 2018 entschlossen haben, in Deutschland einen Anschlag zu verüben. Spätestens im Dezember begannen sie den Ermittlungen zufolge mit ersten Vorbereitungen. Dazu standen sie demnach auch in Kontakt zu Islamisten im Ausland.

Ende Dezember unternahmen sie laut Bundesanwaltschaft erste Sprengversuche mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern. Sie wollten sich demnach auch eine Waffe besorgen. Dafür baten sie den mitbeschuldigten Sarkawt N. um Mithilfe. Eine angebotene Waffe sei ihnen aber zu teuer gewesen. Die beiden Hauptverdächtigen sollen zudem geplant haben, bei einem Anschlag ein Auto einzusetzen.

Die drei Angeschuldigten sitzen seit Ende Januar in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Prozesses muss nun das Oberlandesgericht Hamburg entscheiden.