Anleger nach US-Luftschlag risikoscheu, Öl und Gold teurer

Nach dem US-Luftschlag gegen militärische Ziele in Syrien ist der Preis der Ölsorte Brent aus der Nordsee um bis zu 2,2 Prozent gestiegen, auf 56,08 Dollar je Barrel (159 Liter). Russland und der Iran, beide Ölproduzenten, haben den US-Angriff als Reaktion auf mutmaßlichen Giftgasangriff scharf verurteilt.

US-Angriff auf #Syrien verunsichert Anleger – Ölpreis steigt deutlich https://t.co/tQ4pC6fT1V pic.twitter.com/VVHvRcMv5r— WirtschaftsWoche (@wiwo) 7. April 2017

00.15 gold

Europäische Anleger trennten sich von Aktien und nahmen Kurs auf “sichere Häfen” wie Gold oder Bundesanleihen. Die Aussicht auf starke US-Arbeitsmarktdaten verhinderte größere Kursverluste bei Dax und EuroStoxx50.

Europe Markets: European stocks fall as U.S. airstrikes on Syria unsettle investors https://t.co/uYrxWtTnrJ pic.twitter.com/MO4yU3a9ji— CMC Gao Hua (@cmcgaohua) 7. April 2017

00.25 Frankfurt

Oliver Roth, Oddo Seydler Bank, Frankfurt:

“Also was mich zum Thema Luftschlag aktuell am meisten beschäftigt, ist die Glaubwürdigkeit des amerikanischen Präsidenten. (...) Gestern noch war das kein Thema, Assad war ein notwendiges Übel. Jetzt ist Assad der Teufel, weil es Verdächtigungen gibt, dass er einen Gasangriff auf die eigene Bevölkerung gemacht hat. Hier muss endlich mal eine gewisse Beständigkeit, eine Stetigkeit rein in die Politik und die ist bei Donald Trump momentan nicht zu erkennen – das müssen wir an der Börse entsprechend bewerten.”

Der deutsche Leitindex büßte 0,43 Prozent ein, der EuroStoxx50 0,2 Prozent – die Deutsche Bank meldete: Kapitalerhöhung erfolgreich über die Bühne gebracht.

Der Euro bröckelte auf 1,0630 Dollar ab. Die “Antikrisen-Währung” Gold gewann bis zu 1,4 Prozent und war zeitweise mit 1269,28 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) so teuer wie zuletzt vor fünf Monaten.

su mit dpa, Reuters

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