Anschlag in Stockholm: Was wir wissen - und was nicht

Bewaffnete Polizisten bewachen vor dem Schloss in Stockholm. Auf einer zentralen Einkaufsstraße ist am Nachmittag ein Lastwagen in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gerast. Foto: Claudio Brescian

Ein Lastwagen rast in Stockholm in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus, es gibt Tote und Verletzte.

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Was wir wissen

  • Die Tat: Um 14:55 Uhr ging nach Angaben der Sicherheitspolizei der Notruf ein, dass im Herzen Stockholms ein Lastwagen in eine Menschenmenge gefahren sei und viele Menschen verletzt habe. Anschließend fuhr der Lastwagen in ein Kaufhaus.
  • Das Tatfahrzeug: Der Laster gehört einer Brauerei. Ein Sprecher sagte im schwedischen Radio, der Fahrer habe gerade ein Restaurant beliefern wollen, als ein Maskierter vorne in die Fahrerkabine gesprungen und mit dem Wagen weggefahren sei.
  • Die Opfer: Es gab nach vorläufigen Angaben vier Tote und 15 Verletzte.
  • Die Festgenommenen: Nach dem Anschlag vom Freitag waren insgesamt zwei Männer festgenommen worden. Bei einem von ihnen handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen am Freitagabend in Märsta, einer Kleinstadt im Norden von Stockholm, festgesetzten Mann, der wegen des Verdachts eines "Terroraktes" in Gewahrsam genommen wurde. Dieser Mann soll nach Aussage des Polizeisprechers die Tat begangen haben.

    Ein weiterer Mann war im Stockholmer Vorort Hjulsta festgenommen worden. Die Ermittler wollten sich aber nicht dazu äußern, ob die Festnahme im Zusammenhang mit dem Anschlag stehe. Am Samstag sagte Polizeisprecher Byström, der in Märsta gefasste Mann sei zum jetzigen Zeitpunkt der einzige, der offiziell beschuldigt werde.

    Nach Informationen mehrerer schwedischer Medien handelt es sich um einen 39-jährigen Usbeken, der ein Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein soll.

 Was wir nicht wissen

  • Der Tatablauf: Unmittelbar nach der Todesfahrt des Lastwagens gab es Gerüchte über Schüsse in der Stockholmer Innenstadt. Das bestätigte die Polizei aber nicht.
  • Die Flucht: Wie und wohin konnte der Täter zunächst flüchten?
  • Das Tatmotiv: Die Polizei geht ebenso wie Ministerpräsident Stefan Löfven von einem Terroranschlag aus. Aber auch wenn vieles dafür spricht: Endgültig bewiesen ist das noch nicht.

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