Anschlag in Paris begünstigt Kandidaten der Rechten

Zwar sind französische Sicherheitskräfte in den vergangenen Monaten wiederholt angegriffen worden, doch knapp drei Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl bekommt der Anschlag von Donnerstagabend in Paris eine ganz andere Qualität.

“Denkt man nüchtern darüber nach, stellt man zunächst fest, dass die Wahl ein Ziel ist”, so der Terrorismusexperte Claude Moniquet in Brüssel. “Mit den Verhaftungen in Marseille konnte ein Anschlag verhindert werden, einer hat nun vor der ersten Wahlrunde stattgefunden. Die Woche ist aber noch nicht zu Ende und bis zur Stichwahl sind noch 15 Tage. Nicht ausgeschlossen ist, dass es während der Kampagne zu neuen Terrorakten kommt. Doch selbst wenn diese ausbleiben, was zu wünschen wäre, wird das Thema Sicherheit die Debatte bis zur Stichwahl beherrschen. Erstaunlich ist, dass der Anschlag zu einem Zeitpunkt stattfand, zu dem die Kandidaten dem Thema Terror nur wenig Beachtung schenkten. Die Kandidaten der Linken haben kaum darüber gesprochen. Das begünstigt die Kandidaten der moderaten und der extremen Rechten, die das Thema Sicherheit groß schreiben.”

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