Anschlagspläne: SEK nimmt mutmaßlichen Terrorhelfer in Köln fest

Zwei weitere Verdächtige wurden in anderen Städten gefasst.

Alpaslan U. wehrt sich nicht, als Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Donnerstagabend seine Wohnung in Köln-Mülheim stürmen und ihn verhaften. „Er ließ sich ohne Widerstand festnehmen“, schildert ein Ermittler tags darauf.

Der 27-jährige U. steht im Verdacht, einem mutmaßlichen Salafisten aus dem niedersächsischen Northeim bei Anschlagsvorbereitungen geholfen und ihn „in seinem Tatentschluss bekräftigt“ zu haben, berichtet die Generalstaatsanwaltschaft in Celle.

Zeitgleich mit dem 27-jährigen Türken aus Köln überwältigten Spezialkräfte auch den gleichaltrigen Afghanen Masie S. im westfälischen Bünde und die 25 Jahre alte Deutsche Yasemin T. in Hildesheim. Auch gegen diese beiden bestanden Haftbefehle. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihnen dasselbe vor wie Alpaslan U. – Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Bei den Durchsuchungen der Wohnungen der drei Verdächtigen seien Beweismittel sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden, heißt es.

Salafist soll Sprengstoffanschlag auf Polizisten und Soldaten geplant haben

Bei dem Salafisten aus Northeim, den das Trio unterstützt haben soll, handelt es sich den Angaben zufolge um Sascha L. Der 26-jährige Deutsche war am 21. Februar festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In seiner Vernehmung soll er zugegeben haben, einen Sprengstoffanschlag auf Polizisten oder Soldaten geplant zu haben. Inwiefern die drei jetzt Festgenommenen ihm konkret dabei geholfen haben könnten, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei nicht mit.

Sascha L. – so soll er inzwischen gestanden haben – wollte seine Opfer in eine Falle locken und mit einer selbst gebastelten Bombe töten. Dazu hatte er sich den Ermittlern zufolge bereits Gegenstände und Chemikalien beschafft, „die zur Herstellung von Sprengstoff und Sprengvorrichtungen wesentlich“ seien. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Februar fand die Polizei unter anderem elektronische Bauteile, die für die Fernzündung einer Bombe erforderlich seien. ...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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