Anti-Power - Vitor Pereira: Der Menschenfischer

Patrick Mayer

Löwen-Trainer Vitor Pereira ist der Hoffnungsträger bei 1860 – und schafft im trotz turbulenter Tage im Verein eine neue Mentalität. Die AZ erklärt den Anti-Power aus einem portugiesischen Fischerdorf.

München - Vitor Pereira hat die Kontraste des Lebens früh kennengelernt. Wenn es früh morgens mit dem Fischerboot auf den Atlantik hinausging, blickte Pereira, damals im Bubenalter, über die weiten Sandstrände von Espinho.

Es ist eine Geschichte, die der Löwen-Coach gerne erzählt. Wie er als Sohn eines armen Fischers aufwuchs, wie er zu Hause mit anpacken musste. Auf der anderen Seite waren die Ausflügler aus Porto. Espinho ist ein malerisches Fischerdorf, kaum 10 000 Einwohner, es bietet aber auch ein schillerndes Nachtleben. Später entstand hier ein Casino, bunt, laut, modern, inmitten schachbrettartig angelegter Fischerhäuschen.

Während die letzten Nachtschwärmer früh morgens in ihren Hotelzimmern aufschlugen, fuhr Pereira nicht selten auf die raue See.

Der Atlantik ist an den Küsten Portugals für seine starken Winde und hohen Wellen bekannt. Salzwassergeschmack in der Luft. Pereira riecht ihn noch immer, wenn er heute in Giesing auf dem Trainingsplatz steht, am Horizont die Alpen. Aus dem Fischersohn ist ein Menschenfischer geworden.

Ismaik schwärmt vom Trainer

"Dass die Mentalität innerhalb der Mannschaft inzwischen eine ganz andere ist, ist ein großer Verdienst von Vitor Pereira. Er hat sich in die Herausforderung 1860 verliebt", schwärmte Investor Hasan Ismaik kürzlich auf Facebook von seinem neuen Trainer. Harte Fassade, weicher Kern, auch bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle ist der 48-Jährige emotional angekommen.
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