Antisemitismusbeauftragter: Hanau zeigt die Gefahr von Hass und Hetze

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Bilder der Opfer und Blumen nach dem Anschlag in Hanau

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sieht in dem rassistischen Anschlag in Hanau vor einem Jahr eine dauerhafte Mahnung. Der Anschlag "wird uns immer Mahnung sein, welche Gefahr Hass und Hetze für unsere Gesellschaft und damit letztlich auch für jeden einzelnen von uns ist", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Die Opfer seien "aus der Mitte unserer Gesellschaft gerissen" worden.

"Antisemitismus und Rassismus liegen eng beieinander, sie richten sich gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung, sie wollen ausgrenzen, einschränken, zerstören", sagte Klein. "Unsere Antwort darauf muss sein, als Gesellschaft zusammenzustehen und mutig für Weltoffenheit, Toleranz und demokratische Werte einzustehen."

Ein Jahr nach Hanau: Zivilcourage gefordert

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43 Jahre alter Deutscher in zwei Bars im hessischen Hanau neun Menschen getötet. Die Bundesanwaltschaft attestierte dem Täter, der sich nach dem Anschlag selbst tötete, eine zutiefst rassistische Gesinnung.

cne/dja

VIDEO: Der rassistische Anschlag von Hanau