Antwort auf Fernbusse: Interregio-Express Berlin–Hamburg bewährt sich

Als Antwort auf die Fernbus-Konkurrenz startete die Bahn vor drei Jahren ein Angebot für „preissensible Fahrgäste“. Mit Erfolg.

Berlin/Hamburg.  Der Interregio-Express (IRE) Berlin–Hamburg könnte doch noch eine Erfolgsgeschichte für die Deutsche Bahn werden. Der Zug, der in Ergänzung zum schnellen ICE beide Metropolen bis zu zweimal täglich miteinander verbindet, erfreue sich seit Anfang des Jahres einer wachsenden Nachfrage, sagte jetzt der Bahn-Bevollmächtigte für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Trettin. Und was noch wichtiger ist: Das Projekt der Bahntochter DB Regio Nordost erreiche langsam "die schwarze Null", so Trettin. Damit dürften die Chancen steigen, dass der in seiner Art in Deutschland einmalige Zug auch künftig fahren wird.

Seine Premiere hatte der IRE Berlin–Hamburg vor ziemlich genau drei Jahren, am 14. April 2014. Er war der Versuch der Bahn, dem nach der Freigabe des Marktes stark expandierenden Fernbus etwas entgegenzusetzen. Denn gerade auf lukrativen Strecken mit vielen Fahrgästen wilderten die neuen Anbieter kräftig im Herrschaftsbereich der Bahn. Punkten konnten Flixbus & Co. vor allem mit dem Preis. Während Reisende für die Fahrt im ICE vor allem in Spitzenzeiten rasch 78 Euro und mehr (Normalpreis ohne Bahncard) hinblättern müssen, warben die Fernbus-Anbieter mit Kampfpreisen ab sieben Euro.

Mit dem IRE wollte die Bahn die, wie es so schön heißt, besonders "preissensiblen Fahrgäste" zurückgewinnen. Wer sich in den mit älteren, aber modernisierten Interregio-Wagen bestückten Zug setzt, bezahlt dann auch nur 19,90 Euro für die einfache Fahrt sowie – im Vergleich zum Fernbus – durch...

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