Apple in Australien wegen Verletzung von Verbraucherrechten verklagt

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Die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hat den Technologiekonzern Apple wegen Verletzung der Kundenrechte bei der Reparatur von iPhones und iPads durch Drittanbieter verklagt. Apple habe "falsche, irreführende oder trügerische" Angaben zu den Verbraucherrechten nach australischem Recht gemacht, erklärte die Behörde am Donnerstag. Dem Konzern wird vorgeworfen, Geräten ein Software-Update zu verweigern, die zuvor von einem anderen Anbieter als Apple repariert wurden.

Dem US-Technologieriesen drohen nun Strafzahlungen und Entschädigungen in Millionenhöhe. Mit der Klage werden 275 betroffene Kunden vertreten. Sie alle hatten ihr iPhone oder iPad bei einem Drittanbieter reparieren lassen und bekamen dann Fehlermeldungen oder Probleme, als sie ihr Betriebssystem aktualisieren wollten.

Die Verbraucherrechte seien aber unabhängig von jeder Gewähr des Herstellers gültig und verfielen nicht, nur weil Kunden einen anderen Reparaturdienst wählten, kritisierte die ACCC. Das Verhalten von Apple wirke sich nicht nur unmittelbar auf die betroffenen Kunden aus, sondern es erschwere auch im Vorfeld die Entscheidung für eine Reparatur, weil den Kunden nicht alle nötigen Informationen vorlägen.

Apple Australien reagierte zunächst nicht auf die Klage. In australischen Metropolen werben kleine Shops häufig mit Angeboten zur schnellen und günstigen Reparatur von gesprungenen Glasbildschirmen.

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