#AppleToo: Apple-Mitarbeiter protestieren gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit beim Konzern

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Bei Apple hat sich eine Gruppe unter dem Namen #AppleToo gebildet. Der Name ist Programm: Die Mitarbeiter werfen dem Konzern unter anderem Rassismus, Sexismus und Diskriminierung vor.

Bild: Getty Images
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Hinter den Kulissen des Apple-Konzerns herrscht offenbar eine Kultur der Ungerechtigkeit. Einige Mitarbeitern haben sich deshalb zusammengetan, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und diese zu bekämpfen. Der vielsagende Name, unter dem die Gruppe firmiert: #AppleToo.

Die Liste der Anschuldigungen ist lang. Die Organisatoren der Initiative sehen bei Apple ein "hartnäckiges Muster" vorhanden aus "Rassismus, Sexismus, Ungleichheit, Diskriminierung, Einschüchterung, Unterdrückung, Zwang, ungerechte Bestrafung und unkontrollierte Privilegien". Sie hätten alle "internen Möglichkeiten ausgeschöpft", so die Mitarbeiter, um Veränderungen zu erwirken. Getan habe sich jedoch nichts.

Ist Apple eine "einschüchternde Festung"?

Auf ihrer Internetseite beklagt die Gruppe, dass sich Apple "zu lange einer öffentlichen Untersuchung" entziehen habe können. Sie deutet den Grund dafür an: Es herrsche beim Konzern eine "Kultur der Geheimhaltung", die eine "undurchsichtige, einschüchternde Festung" schaffe.

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Die Anzahl der Mitglieder von #AppleToo scheint gegenwärtig überschaubar zu sein. Nach einem Bericht des Branchenmagazins The Verge seien nur 15 "aktuelle und ehemalige Mitarbeiter" des Hard- und Software-Herstellers an der Bewegung beteiligt. Ihr Kritik und Forderungen äußert die Vereinigung auch auf ihrem Twitter-Konto, die sie wie ihre Internetseite am Montag ins Leben gerufen hat.

Bemerkenswert ist der Name der Gruppierung. Offensichtlich handeln die Initiatoren im Geiste der "MeToo"-Bewegung, die seit Jahren auf das Ausmaß sexueller Belästigung im Alltag und im Berufsleben aufmerksam macht. Zum anderen möchten sie die Probleme beim iPhone-Hersteller anscheinend als symptomatisches betrachtet wissen.

Branche auf der Anklagebank

Tatsächlich ist Apple nicht der einzige Konzern in der Technologiebranche, dessen Mitarbeiter öffentlich strukturelle Missstände beklagen. Beim Suchmaschinenbetreiber Google kämpft die Gruppe "Google Walkout for Real Change" gegen Lohnungleichheit, sexuelle Belästigung und andere Missstände. Große Teile der Belegschaft von Amazon fordern vom Online-Versandhändler mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, während die Vereinigung "Amazon Employees for Climate Justice" sich dafür einsetzt, dass sich der Konzern mehr für den Klimaschutz tut.

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Konkrete Ziele hat auch #AppleToo. Die Gruppe fordert Kollegen auf, ihre Erfahrungen zu teilen, um in einem weiteren Schritt die genannten Probleme öffentlich zu machen. Langfristig wolle man einen "systematische Wandel" am Arbeitsplatz erreichen. Dazu müsse man zusammenarbeiten und sich organisieren. 

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