Arbeitskampf: Therapeuten an Charité streiken am Mittwoch wieder

Rot-Rot-Grün ist sauer auf den Vorstand, weil er politische Vorgaben nicht einhält und Mitarbeiter ohne sachlichen Grund nur befristet einstellt.

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Berlin.  In der Woche vor der Aufsichtsratssitzung der Charité wird der Frieden an Berlins Universitätsklinikum wieder einmal gestört. Die 180 Therapeuten, die in einer Charité-eigenen Tochtergesellschaft ausgegliedert sind, legen ab Mittwoch zum wiederholten mal die Arbeit nieder, um ihre Wiedereingliederung ins Stammhaus und eine Rückkehr in den an der Charité geltenden Tarifvertrag fordern. Der Streik soll auch nächste Woche weitergehen.

120 Therapeuten unterliegen keinem Tarifvertrag

Für den Vorstand um Charité-Chef Karl Max Einhäupl ist das Thema unangenehm und konfliktträchtig. Denn die rot-rot-grüne Koalition hat sich das Thema „gute Arbeit“ auf die Fahnen geschrieben und möchte nicht länger tolerieren, dass Landesunternehmen Beschäftigte zu schlechteren Konditionen in Billig-Töchter ausgliedern. Zudem sorgt im Abgeordnetenhaus für Verdruss, dass die Charité weiterhin Mitarbeiter ohne sachlichen Grund nur befristet einstellt.

Von den 180 ausgelagerten Ergo-, Physio- und anderen Therapeuten unterliegen 120 keinem Tarifvertrag und verdienen in der Tochterfirma CPPZ laut Gewerkschaft Verdi 500 bis 800 Euro weniger als die Mitarbeiter unter dem Charité-Tarifvertrag. Dabei arbeiten sie mit denselben Patienten und oft neben den besser bezahlten Kollegen.

Charité-Vorstand will ausgelagerte Tochterfirma nicht „rückeingliedern“

„Die Charité weigert sich, den politischen Willen ihres Eigentümers – des Landes Berlin – umzusetzen: gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen“, sagte ver.di-Verhan...

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