Archäologische Zone: Kölner Stadtrat entscheidet sich für Naturstein und Leuchtstelen

Ratspolitiker entscheiden über Gestaltung der Flächen rund um das künftige Museum

Die Archäologische Zone vor dem Rathaus befindet sich in zentraler Lage in der Altstadt. Während die Bauarbeiten für das „Miqua“ genannte, 65 Millionen Euro teure Projekt längst angelaufen sind, hat es bis jetzt gedauert, um die Neugestaltung der unmittelbaren Umgebung auf den Weg zu bringen.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses und des Verkehrsausschusses des Stadtrats haben sich am Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung mit einer Mehrheit von CDU, Grünen und FDP für einen von den drei Fraktionen modifizierten Entwurf der Stadtverwaltung entschieden. SPD und Linke enthielten sich.

Durchgehende Fläche aus kleinformatigen Natursteinen

Demnach soll im Bereich zwischen der Kleinen Budengasse im Norden, dem Rathaus im Osten, dem Wallraf-Richartz-Museum im Süden und der Straße Unter Goldschmied im Westen eine durchgehende Fläche aus kleinformatigen Natursteinen entstehen.

Entlang der Straße Obenmarspforten soll parallel zum neuen Jüdischen Museum eine Treppenanlage gebaut werden, um den Höhenunterschied zwischen der Rathauslaube und der Judengasse auszugleichen. Die Treppe soll zudem als Sitzgelegenheit dienen.

Der Platz soll mit sechs Meter hohen Stelen beleuchtet werden. Die Bodenstrahler, die bislang den Spanischen Bau illuminierten, werden nicht wieder montiert, weil sie Sehbehinderte blenden würden. In einer der Stelen werden die Leuchten angebracht, die das Historische Rathaus anstrahlen.

Fertigstellung bis Ende 2017

Sobald die Ausgrabung der Archäologischen Zone mit einem Stahlbetondeckel verschlossen ist, soll die Fläche zwischen Historischem Rathaus und Spanischem Bau als erster Bauabschnitt umgestaltet werden. Die Stadt rechnet mit einer Fertigstellung bis Ende des Jahres. Der Rathausvorplatz wird mit Pollern gesichert, damit schwere Lkw die dünne Betondecke der Archäologischen Zone nicht beschädigen können.

Die SPD-Fraktion beantragte vergeblich, die Neugestaltung des Rathausvorplatzes mit den Planungen für den künftigen Kulturpfad Via Culturalis zwischen Dom und St. Maria im Kapitol sowie dem Verkehrskonzept Altstadt-Süd zusammenzulegen. „Wie können wir das entscheiden, wenn noch nicht einmal geklärt ist, wo der Eingang für das Museum liegt und ob da in Zukunft Autos und Busse vorbeifahren“, kritisierte Michael Frenzel (SPD).

„Unsere heutige Entscheidung wird das Verkehrskonzept für die Altstadt nicht betreffen“, sagte Teresa de Bellis (CDU). Grünen- Fraktionschefin Kirsten Jahn betonte, dass die Umgebung vor dem Museum fertig sein müsse, weshalb man nicht „auf die Bremse treten“ dürfe. Verkehrsdezernentin Andrea Blome kündigte an, die Platzneugestaltung an der Archäologischen Zone in das Verkehrskonzept Altstadt-Süd einzubauen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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