Ein Archiv für die Klimakrise: Warum Wissenschaftler gerade an einem unzerstörbaren Metall-Monolithen bauen, der an der australischen Küste stehen soll

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Die Ozeane erwärmen sich, Tierarten sterben aus, Gletscher in der Arktis schmelzen, der Meeresspiegel steigt und steigt. Bei der voranschreitenden globalen Erwärmung kommt die Zukunft der Menschheit immer mehr einer düsteren Dystopie zugleich.

Ein neues Projekt mit dem Namen „Earth’s Black Box“ soll nun für künftige Generationen und für die jetzige Gesellschaft die Klimakrise dokumentieren. Die Idee ist es, eine Black Box an der Westküste von Tasmanien, am südlichen Ende von Australien, zu bauen. Ein Forschungsteam der Universität von Tasmanien und des Marketing-Unternehmens Clemenger BBDO bastelt momentan an dem Projekt rund um das riesige Stahlkonstrukt.

Wie das Fachmedium „Interesting Engineering“ berichtete, soll die Black Box wichtige Daten über den Klimawandel sammeln. Der unzerstörbare Metall-Monolith, der durch eine fast acht Zentimeter dicke Stahlschicht geschützt sein wird, soll Mitte 2022 fertig und betriebsbereit sein.

Kimadaten für die nächsten 30 bis 50 Jahre

Auch wenn der Datenspeicher primär für eine postapokalyptische Gesellschaft den Verlauf der Klimakrise rekonstruieren soll, erhoffen sich die australischen Forscherinnen und Forscher, dass die Black Box den Druck auf Politik und Wirtschaft erhöht. Die, so finden sie, müssten in Anbetracht der kritischen Lage stärker zur Verantwortung gezogen werden.

Laut seiner eigenen Webseite hat das Forschungsteam bereits mit der Aufzeichnung von Daten begonnen, obwohl der Monolith noch nicht steht. Die erfassten Klimadaten beziehen sich unter anderem auf die Übersäuerung der Ozeane, den Energieverbrauch, die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre sowie die Land- und Meerestemperaturen. Aber auch der Einfluss von Regierungen und Unternehmen wird dokumentiert, da die Box das Internet nach Informationen über wichtige Klimanachrichten wie große Klimakonferenzen durchforstet und speichert.

Die Blackbox wird mit Solarenergie betrieben und verfügt über Batterien, die zum Einsatz kommen, wenn die Sonne nicht scheint. Um zu überprüfen, ob das Gerät reibungslos funktioniert, arbeiten die Experten gerade an einer Art „Herzschlag“-Sensor für die Box. Laut den Entwicklern sollte das System in der Lage sein, Klimadaten für die nächsten 30 bis 50 Jahre zu speichern.

Dieser Text wurde von Lara Hansen übersetzt. Das Original findet ihr hier bei Business Insider España.

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