ARD: Zu geringe Rundfunkbeiträge – ARD entlässt 370 Mitarbeiter

Die ARD bangt: 139 Millionen Euro an Rundfunkbeiträgen dürften bis 2020 fehlen. Ein Sparprogramm soll die maue Finanzlage beenden.

Berlin.  Die ARD geht von einer erheblich geringeren Summe an Rundfunkbeiträgen aus als erwartet. Nach den Zahlen, die die ARD der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) Ende April mitgeteilt hat, sind es für die ARD-Anstalten im Zeitraum von 2017 bis 2020 rund 233 Millionen Euro weniger als im jüngsten KEF-Bericht angenommen. Hinzu kommt, dass beim Westdeutschen Rundfunk (WDR), der größten ARD-Landesrundfunkanstalt, mit deutlich niedrigeren Werbeeinnahmen zu rechnen ist.

Das Minus beim Rundfunkbeitrag hat nichts damit zu tun, dass er günstiger geworden wäre: Er beträgt derzeit 17,50 Euro pro Haushalt im Monat. Die Landesregierungen haben sogar erst im vergangenen Jahr eine von der KEF vorgeschlagene Senkung auf 17,20 Euro ausdrücklich abgelehnt und die ARD dazu verpflichtet, die Mehrerträge als Rücklage für die nächste Beitragsperiode aufzuheben.

Weniger beitragspflichtige Haushalte als gedacht

Gründe für den Beitragsrückgang sind der ARD zufolge vielmehr, dass die Zahl der potenziell beitragspflichtigen Haushalte kleiner ist als angenommen und mehr Haushalte abgabenbefreit werden als erwartet.

Beim WDR kommen die Auswirkungen einer Gesetzesnovellierung zum Tragen, nach der die Werbezeiten im Radio bereits spürbar verringert wurden und ab 2019 noch einmal reduziert werden. Bis 2020 kalkuliert die ARD aus diesem Grund mit 81 Millionen Euro weniger Werbeeinnahmen, wovon nicht nur der Sender in Nordrhein-Westfalen, sondern, in kleinerem Ausmaß, auch die übrigen ARD-Anstalten betr...

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